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Menschenrecht muss Vorrang haben

Die Würde des Menschen muss Vorrang vor jedem wissenschaftlichen Fortschritt haben. Diese Meinung vertrat der Schweizer Philosophie- und Ethik-Professor Hans Peter Schreiber kürzlich an einem Vortrag bei der Überreichung der Novartis-Preise 2000 in Wien.

Schreiber sprach in seiner Rede über die Genom-Forschung. Trotz seiner Einwände warnte er jedoch vor dem Verzicht auf die Erkenntnisse dieser Forschung: "Es gibt wohl kein wirklich tief liegendes Problem der Medizin, das sich ohne die Untersuchung des genetischen Informationsbestandes wird lösen lassen."

Zudem betonte Schreiber, dass die moderne Genom-Forschung samt des Studiums und der Verwendung von menschlichen Embryonen so international sei, dass man sich davon auf nationaler Ebene kaum abschotten können werde.

Für den Wissenschafts-Ethiker hat sich die Situation nicht erst mit der Entschlüsselung des Erbguts von Organismen und des Menschen, sondern schon mit der Etablierung der In-Vitro-Fertilisation (IVF) grundlegend geändert: "Die früheste Entwicklung des menschlichen Lebens ist damit entscheidungsoffen und entscheidungsbedürftig geworden."

Schreiber ist seit 1992 Leiter der Fachstelle für Ethik und Technikfolgen-Abschätzung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. In Deutschland ist er als Berater des Genom-Projektes tätig.

swissinfo und Agenturen

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