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Micro Valley Obwalden - Moderne Wirtschafts-Förderung

Mikrotechnologie: Investitionen bitte in Obwalden! (Bild CSEM)

Obwalden setzt auf Mikrotechnologie: Vor zwei Jahren wurde das "Micro Center Central Switzerland" (MCCS) gegründet, das in Zusammenarbeit mit den Behörden die Region für Unternehmen attraktiv machen will - erfolgreich, wie es scheint.

Die "Concepcion" in Sarnen baut Maschinen, welche Brillengläser giessen anstatt schleifen. Das dauert 96 Sekunden pro Brillenglas und ist erheblich billiger als die herkömmliche Variante. Die Concepcion arbeitet seit letztem August mit dem Optik-Konzern Carl Zeiss zusammen, weiterer Partner ist Sightstreet, eine Online-Plattform der US-Optik-Industrie.

Als die NASA 1997 Bilder vom Mars funkte, war im Roboter-Winzling "Sojourner" Schweizer Technologie dabei: Elf Motoren der Firma "maxon motor" aus Sachseln bei Sarnen halfen das Gefährt steuern und antreiben.

Standort Zentralschweiz

Concepcion und maxon sind beide in der Zentralschweiz beheimatet. Und beide Unternehmen sind Gründungsaktionäre der "Micro Center Central Switzerland" (MCCS). Diese Firma - im Verwaltungsrat sitzt CVP-Chef Adalbert Durrer - soll den Standort Zentralschweiz für Unternehmen der Mikrotechnik attraktiv machen.

Dazu wurde im April 2000 ein Kompetenzzentrum für Mikrosystemtechnik in Alpnach gegründet. Mit dabei sind 12 Hightech-Unternehmen aus der Region, inbegriffen die Obwaldner Kantonalbank. In Zusammenarbeit mit dem Neuenburgischen "Centre Suisse d'Electronique et Microtechnique" (EMCS) soll es die Entwicklung eines für die Mikrotechnologie aufnahmebereiten und fruchtbaren Umfeldes vorantreiben, Ausbildung übernehmen und den Wirtschaftsstandort Zentralschweiz als Industriestandort etablieren.

Private Wirtschaftsförderung mit Behörden-Kontakten

Das will auch die "Wirtschaftsförderung Obwalden" (WFO). Der privatwirtschaftliche Verein arbeitet eng mit dem kantonalen Volkswirtschafts-Amt zusammen. Die WFO pflegt die Aussenkontakte und berät interessierte Unternehmen beim Beschaffen von Bauland oder Beratern.

Die WFO hat im letzten Jahr 16 Neuansiedlungen begleitet, besonders KMU aus dem Dienstleistungsbereich.

Attraktives Steuergesetz als Trumpf

Auf Investitionen getrimmt wurde die Region auch von der Politik: Das Steuergesetz wurde im Rahmen der Steuerharmonisierung ausgesprochen wirtschaftsfreundlich: Dividenden aus Beteiligungen werden nur hälftig besteuert, ausserdem wurde die Möglichkeit von steuerneutralen Ersatzbeschaffungen auf das ganze Geschäftsvermögen ausgedehnt und Rückstellungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte ermöglicht.

Auch die hochverdienenden ManagerInnen der umworbenen Firmen wurden nicht vergessen: Die Progression ist ausgesprochen niedrig und Zusatzeinkommen wird nicht steuerlich bestraft.

Philippe Kropf


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