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Minim mehr Drogentote

2001 stieg die Zahl der Drogentoten in der Schweiz um einen Todesfall auf 197. Keystone

Die Zahl der Drogentoten in der Schweiz hat letztes Jahr nochmals leicht zugenommen. 197 Menschen starben 2001 an übermässigem Drogenkonsum.

Dieser Inhalt wurde am 27. Januar 2002 - 13:48 publiziert

Dies ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur AP bei allen 26 Kantonen. Das ist ein Opfer mehr als im Jahre 2000, als die Zahl der Drogentoten erstmals seit sechs Jahren wieder gestiegen war.

Zürich an der Spitze

Entgegen unvollständigen Trendmeldungen vor dem Jahreswechsel ist die Zahl der Drogentoten im Jahre 2001 nicht gesunken, sondern um einen Todesfall auf 197 gestiegen.

Am meisten Drogentote beklagte der Kanton Zürich, wo insgesamt 64 Menschen ihrer Sucht erlagen. Im Kanton St. Gallen starben 21 Menschen am Drogenkonsum, in den Kantonen Genf und Bern waren es je 17. In fünf Kantonen - den beiden Appenzell, Glarus sowie Ob- und Nidwalden - gab es keine Drogentoten. Die Gesamtzahl könnte noch leicht steigen, da die Statistiken noch nicht in allen Kantonen definitiv abgeschlossen sind.

Die Zunahme der Drogentoten im Vergleich zum Jahr 2000 fiel im Kanton Zürich mit 14 Todesfällen am stärksten aus. Fünf respektive vier zusätzliche Fälle gab es in den Kantonen St. Gallen und Genf zu verzeichnen. Den grössten Rückgang erlebte der Kanton Bern, wo die Zahl der Drogentoten um mehr als die Hälfte auf 17 zurückging. Im Kanton Neuenburg starben fünf Menschen weniger am Drogenkonsum, in den Kantonen Luzern und Basel-Stadt gab es einen Rückgang von je vier Opfern.

Auf dem Vorjahresniveau

Mit 197 Opfern verharrte die Zahl der Drogentoten auf dem Niveau des Vorjahres. Damals war die Zahl erstmals seit sechs Jahren wieder gestiegen, und zwar um 17 auf 196 Tote.

Zu Beginn der 90-er Jahre war noch eine doppelt so grosse Zahl von Drogentoten verzeichnet worden. Gegenwärtig wird die Zahl der von harten Drogen Abhängigen in der Schweiz auf rund 30'000 geschätzt. Davon befinden sich etwa zwei Drittel in ärztlicher Behandlung.

swissinfo und Agenturen

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