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Physik und die grossen Fragen Gigantische Pläne für Teilchenbeschleuniger in Genf

In der Nähe der Westschweizer Metropole Genf soll bis 2050 ein gigantischer neuer Teilchenbeschleuniger von 100 Kilometern Umfang entstehen. Das plant das Kernforschungs-Zentrum Cern. Nun werden Teilchenphysiker das Projekt auf Herz und Nieren prüfen. Das letzte Wort haben die 22 europäischen Mitgliedstaaten des Cern. 

Im Winzigen die ganz grossen Fragen beantworten. Das ist das Ziel der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cernexterner Link) in Genf. Dafür hat sie bereits mehrere und immer grössere Teilchenbeschleuniger gebaut. Der letzte war der "Large Hadron Collider" (LHC) mit einem Umfang von 27 Kilometern unter dem französisch-schweizerischen Grenzgebiet.

Nun hat ein Forschungskonsortium aus über 1000 Wissenschaftlern einen Plan für die Zukunft der Teilchenphysik-Forschung entwickelt. Im bereits heute weltgrössten Forschungslabor für Teilchenphysik soll ein noch gewaltigerer Beschleuniger gebaut werden, der "Future Circular Collider"externer Link (FCC).

Der neue Teilchenbeschleuniger soll rund 100 Kilometer Umfang haben und zum Teil auch unter dem Genfer Seebecken zu liegen kommen. Er soll fast zehnmal stärkere Kollisionen als der LHC ermöglichen. In der ersten Phase sind 10,2 Milliarden Franken (9 Mrd. Euro) geplant. Die zweite Phase bis 2055 soll dann weitere 17 Milliarden Franken (15 Mrd. Euro) kosten.

Von der mächtigen Forschungsmaschine erhoffen sich Physikerinnen und Physiker neue Einblicke in die Eigenschaften des Higgs-Teilchens, die Entdeckung neuer Teilchen, Erklärungen für einige der grössten Rätsel des Universums und Hinweise auf eine neue Physik, die Lücken im Standardmodell der Teilchenphysik füllen könnte. Zudem würde die Entwicklung des FCC neue Technologien hervorbringen, die auch im Alltag angewendet werden könnten.

In einem nächsten Schritt wird das Konzept nun, zusammen mit anderen Eingaben, von einem internationalen Gremium von Teilchenphysikern geprüft. Dies im Zusammenhang mit der Ausarbeitung einer neuen europäischen Strategie für die Teilchenphysik zur Veröffentlichung im Jahr 2020. Ob der neue Teilchenbeschleuniger tatsächlich gebaut wird, werden die 22 Mitgliedsstaaten des Cern entscheiden.

(SRF/swissinfo.ch) 

swissinfo.ch

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