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Nahrung als Grund für Fisch-Deformation?

Die rätselhaften Genital-Mutationen bei Felchen im Thunersee könnten auf die Nahrung zurückzuführen sein. Die im See versenkte Munition scheint keinen Einfluss zu haben.

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2008 - 15:01 publiziert

Im Sommer 2000 hatten Berufsfischer Alarm geschlagen, weil fast 40% der Felchen im Thunersee Anomalien bei den Geschlechtsorganen aufwiesen.

Vermutungen und Spekulationen machten dafür die vor Jahrzehnten im Thunersee versenkte Munition oder Substanzen aus der nahe gelegenen Neat-Grossbaustelle am Lötschberg für die weltweit einzigartigen Veränderungen verantwortlich.

Nach fünfjährigen Untersuchungen glauben die Experten nun das Phänomen zumindest eingekreist zu haben: So hätten bei Aufzuchtversuchen hauptsächlich jene Felchen veränderte Genitalien gebildet, denen Plankton aus dem Thunersee verfüttert wurde.

Warum Plankton das Phänomen hervorruft, sei indessen noch unklar. Dazu müsse weitergeforscht werden.

Die Felchen können laut den Behörden auch weiterhin bedenkenlos gegessen werden. Dies ist vor allem für die Berufsfischer wichtig. Über 90% ihrer Erträge am Thunersee sind Felchen.

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