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Netzwerk PROCORE kämpft für Prostituierte

Das Netzwerk PROCORE kämpft gegen Vorurteile und für die Rechte der Sexworkerinnen und -worker in der Schweiz. Keystone / Fabian Biasio

Das neue Kollektiv PROCORE kämpft wie eine Gewerkschaft für die Rechte der männlichen und weiblichen Prostituierten in der Schweiz. Es will zugunsten der Sexarbeiter politisch Einfluss nehmen und sich für deren Menschen- und Bürgerrechte einsetzen.

Dieser Inhalt wurde am 17. Oktober 2000 - 08:58 publiziert

In der Vereinigung PROstitution COllectif REflexion (PROCORE) haben sich über 20 Organisationen und Projekte aus der ganzen Schweiz vereinigt, die im Sexgewerbe Tätige unterstützen. Mitglieder sind auch vereinzelte Prostituierte als Privatpersonen.

PROCORE will dafür kämpfen, dass Betroffene und Organisationen, die sich für Prostituierte einsetzen, an der Ausarbeitung politischer Entscheide, die sie betreffen, beteiligt werden. Neben den politischen Anliegen will PROCORE auch den Austausch unter den Mitgliedern fördern.

Prostitution ist eine Realität

Nach vierjähriger Vorarbeit präsentierte sich die Vereinigung am Dienstag der Öffentlichkeit. Die Tätigkeit der Vereinigung stützt sich auf eine gemeinsam erarbeitete Charta. Darin wird das Sexgewerbe als Realität anerkannt, das nicht abgeschafft werden kann. Ziel ist eine Risikominderung für Sexworkerinnen und -worker.

Klischees bekämpfen

In vielen Köpfen stecken noch immer zwei Klischees über Prostituierte: Die Frauen seien entweder alle Opfer des Frauenhandels, die gerettet werden müssten. Oder: Dirnen lieben Sex und verdienen daran. Die Realität sei anders und viel komplexer, wurde gesagt.

Respekt und Unterstützung

PROCORE unterscheidet vier Arten von Prostitution: Sexarbeit aus freier Wahl. Diese Personen sollen respektiert und unterstützt werden, wenn sie sich gegen überrissene Mieten wehrten. Bei den Sexworkerinnen, die aus finanziellen Schwierigkeiten handelten, sei das Ziel ebenfalls, sie zu unterstützen.

Frauen, die aufgrund falscher Versprechungen im Sexgewerbe arbeiteten, werden die Möglichkeiten und Grenzen des Rechts gezeigt. Und schliesslich soll zur Bekämpfung der Sexarbeit als Folge von Frauenhandel ein besserer Opferschutz eingeführt werden. Dazu wurde bereits von einer PROCORE-Mitgliedorganisation eine eidgenössische Petition eingereicht.

swissinfo und Agenturen

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