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Neue Listen mit Terror-Konten

Die US-Regierung hat die Guthaben von weiteren 39 Personen oder Organisationen eingefroren, die als Terroristen oder deren Helfer gelten. Die entsprechende Liste wurde auch der Schweiz übergeben.

Dieser Inhalt wurde am 12. Oktober 2001 - 22:35 publiziert

Die neue Liste sei sofort an die Banken und die Wertschriftenhändler in der Schweiz weiter geleitet worden, damit sie allfällige Konten von den darauf aufgeführten Personen und Gesellschaften suchten, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag mit.

Die Kontrollstelle zur Bekämpfung der Geldwäscherei habe die Liste auch den Selbstregulierungs-Organisation und den ihr unterstehenden Stellen bekannt gegeben, damit diese dieselben Massnahmen ergreifen könnten.

Keine wesentliche Rolle gespielt

Die Schweiz setzte sich weiter voll im Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus ein. Die Bundesverwaltung arbeite mit Entschlossenheit, um alle notwendigen Massnahmen für eine erfolgreiche Bekämpfung des Terrorismus zu ergreifen, erklärte das EDA weiter.

Im Rahmen der bisherigen Untersuchungen froren vier Schweizer Finanzinstitute bis Freitag rund 15 verdächtige Konten ein. Aber fast alle Konten mussten auf Grund mangelnder Beweislast wieder freigegeben werden. Die UBS ihrerseits meldete vier verdächtige Transaktionen.

Laut Bundesanwaltschaft scheint der Finanzplatz Schweiz keine wesentliche Rolle bei der Vorbereitung der Attentate gespielt zu haben. Nach Erhalt der neuen Liste habe man sofort ein neues Rechtshilfegesuch an die USA gestellt, sagte Vera Britsch, Pressesprecherin der Bundesanwaltschaft.

Mangelnder Kooperationswille

"Die Informationen aus den USA reichen nicht aus, um eine gründliche Untersuchung zu führen", sagte Britsch weiter. Die Bundesanwaltschaft hatte schon am 8. Oktober ein Rechtshilfegesuch gestellt. Washington habe jedoch noch nicht geantwortet.

Bundesanwalt Valentin Roschacher hatte bei einer Medienkonferenz vom 2. Oktober den mangelnden Kooperationswillen der USA bedauert. Er bezeichnete den Informationsaustausch als lückenhaft. Die Untersuchungen würden dadurch nicht gerade erleichtert.

"Die Informationen aus den USA reichen nicht aus, um eine gründliche Untersuchung zu führen", sagte Britsch weiter. Die Bundesanwaltschaft hatte schon am 8. Oktober ein Rechtshilfegesuch gestellt. Washington habe jedoch noch nicht geantwortet.

Bundesanwalt Valentin Roschacher hatte bei einer Medienkonferenz vom 2. Oktober den mangelnden Kooperationswillen der USA bedauert. Er bezeichnete den Informationsaustausch als lückenhaft. Die Untersuchungen würden dadurch nicht gerade erleichtert.

"Finanzieller Krieg"

Mit den neuesten Massnahmen soll laut US-Finanzminister Paul O'Neill in Washington, ein "nächster Schritt im finanziellen Krieg" unternommen werden. Das Vorgehen richte sich gegen Einzelne, Unternehmen oder wohltätige Organisationen, die Geld in das Terrornetzwerk von Osama bin Ladens Vereinigung El Kaida schleusten.

Seit dem 24. September, als die USA erstmals eine Liste mit Namen von Einzelpersonen und Firmen veröffentlichte, wurden nach offiziellen Angaben weltweit Vermögenswerte von mehr als 24 Mio. Dollar eingefroren, darunter fast 4 Mio. in den USA.

Nach Mitteilung des Weissen Hauses haben sich 102 Regierungen verpflichtet, mutmassliche terroristische Guthaben zu blockieren. 62 hätten dies schon getan.

swissinfo und Agenturen

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