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Neustart des Kinderdorfs Pestalozzi

Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando 1998 mit benachteiligten Kinder aus seiner Stadt im Kinderdorf Pestalozzi.

(Keystone)

Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen (AR) will als Kompetenz-Zentrum für Bildung und interkulturelles Zusammenleben neu starten. Die multikulturellen Wohngemeinschaften sollen geschlossen und die Häuser des Kinderdorfs auch anderen Organisationen zur Verfügung gestellt werden.

"Wir wollen Wissen und Kompetenzen im Kinderdorf ansiedeln", sagte der scheidende Vorsitzende der Geschäftsleitung, Christoph Tanner, am Mittwoch (31.01.) vor den Medien. Aus dem Kinderdorf soll ein Kompetenz-Zentrum für Angebote und Projekte für Kinderfragen auf der Basis der internationalen Rechte der Kinder werden.

Was 1946 als Hilfe für kriegsgeschädigte Kinder in Trogen begann, soll mit neuen Strategien fortgesetzt werden. Aber das Kinderdorf mit seinen 25 Häusern auf dem Hügel im Appenzellerland sei in seiner jetzigen Form ein Auslaufmodell.

Aus für Wohngemeinschaften

Ein Knackpunkt seien die multikulturellen Wohngemeinschaften. Es sei nicht sicher, ob dieses bisherige Kernangebot des Kinderdorfs weiter geführt werde, sagte Tanner. Die Wohngemeinschaften bänden erhebliche Mittel und die zahlenmässige Wirkung sei gering.

Verpflichtungen gegenüber Kindern, die jetzt in Trogen lebten, würden eingehalten, versprach Tanner. Längerfristig würden die heute noch bestehenden sieben multikulturellen Wohngemeinschaften jedoch aufgehoben.

Alle 47 laufenden Programme, Projekte und Angebote im Kinderdorf und Partnerschaften in der Schweiz werden jetzt bis Mitte Jahr überprüft; anschliessend werden neue Projekte erarbeitet

Das Kinderdorf öffnet sich

Im Zentrum des Neustarts steht das Kinderdorf Trogen. Die bisherigen Standorte Zürich und Freiburg (Fundraising und Auslandhilfe) werden aufgehoben. Alle Führungs- und Administrationsfunktionen werden in Trogen zusammengelegt.

Das Kinderdorf öffnet sich für Organisationen, die das Dorf für Projekte und Angebote in den Bereichen Bildung und interkulturelles Zusammenleben sowie für andere Ziele im Zusammenhang mit den internationalen Rechten der Kinder nutzen wollen.

Die Kriterien für eine Zusammenarbeit und Leistungen für, Partnerorganisationen werden noch definiert. Die Leistungen umfassen materielle Hilfe in Form von Infrastruktur und Administration, fachliche Unterstützung bei Bildung, interkulturelle Kompetenzen, Kommunikation und Fundraising.

swissinfo und Agenturen

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