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PISA: Schweizer Schüler machen Boden gut

Die offizielle Verkündung der PISA-Resultate findet am 7. Dezember statt. RTS

Im neusten PISA-Schultest aus dem Jahr 2003 hat die Schweiz ihre Nachbarländer klar distanziert – ausser Liechtenstein.

Dieser Inhalt wurde am 06. Dezember 2004 - 10:58 publiziert

Schweizer 15-Jährige schneiden in Mathematik sehr gut und in Naturwissenschaften gut ab. Die Lesefähigkeit hat sich leicht verbessert.

Unter den 29 OECD-Staaten schneidet die Schweiz im PISA-Schultest 2003 als bestes Land im deutschsprachigen Raum ab. Nimmt man hingegen die ganze, auf 40 Ländern basierende Studie als Grundlage, ist Nachbar Liechtenstein besser.

Offiziell wird der PISA-Bericht erst am Dienstag vorgestellt werden. Verschiedene Medien veröffentlichten die Zahlen aber bereits am Samstag.

Schweiz in den Top Ten

Laut dem Bericht der deutschen PISA-Forscher liegt die Schweiz in allen Themenfeldern unter den Top Ten, nur im Lesen reichte es für die Schweizer "lediglich" für Platz 11.

Beim diesjährigen Untersuchungs-Schwerpunkt Mathematik belegten die Schweizer Schülerinnen und Schüler Platz 7. Im Problemlösen landeten sie auf Rang 8. In Naturwissenschaften erreichte die Schweiz den 9. Platz. Im Lesen reichte es für die Schweizer für den 11. Rang.

In der Gesamtrangfolge der 29 OECD-Länder bildeten Finnland, Südkorea und die Niederlande die Spitzengruppe.

Mehr Länder – andere Zahlen

Andere Zahlen zeigt die Rangliste von "Spiegel-Online", welche alle 40 untersuchten Länder einschliesst.

Da landet Liechtenstein, das nicht zur OECD gehört, in den drei Kompetenzfeldern Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften jeweils auf dem 5. Platz. Die Schweiz belegt dort in Mathematik Rang 10, im Lesen Rang 13 und in Naturwissenschaften Rang 12.

Positiv hat sich für die Schweizer Schulkinder der neu eingeführte Bereich "Problemlösen" ausgewirkt. Sie klassierten sich in der vordersten Gruppe auf Platz 8.

Gründe für die Verbesserung

Es stellt sich die Frage, weshalb sich die Schweiz verbessern konnte. Nur 18 Monate lagen zwischen der Auswertung der ersten und dem Beginn der zweiten Studie - zuwenig, um grundlegende Reformen umzusetzen.

Pädagogik-Professor Jürgen Oelkers meint im "Sonntagsblick", an den Schweizer Schulen habe eine Professionalisierung stattgefunden.

Ausserdem hätten sich die Schulen hier auf den zweiten PISA-Test besser vorbereitet. In den Schweizer Schulen hätte vor der ersten Studie keine Testkultur geherrscht. Dies habe sich geändert und zahle sich nun aus.

Der St. Galler Regierungsrat und EDK-Präsident Hans Ulrich Stöckling ist der Ansicht, die Reform der Schweizer Volksschulen sei auf dem richtigen Weg.

Stöckling äusserte sich zufrieden über das Abschneiden der Schweiz. "Besonders erfreulich ist, dass wir in allen Bereichen besser geworden sind."

swissinfo und Agenturen

Fakten

25'000 Schweizer Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren haben sich am PISA-Test 2003 beteiligt.

Der Test umfasst die Gebiete Mathematik, Naturwissenschaften und Leseverständnis.

Für den Test 2003 hat man den drei Gebieten einen Test zur Lösung konkreter Probleme hinzugefügt. Die Fragen dazu beschäftigten sich unter anderem mit dem Verwalten einer Bibiliothek, das Lesen und Verstehen einer Tiefkühltruhen-Gebrauchsanleitung oder der Organisation eines Kinobesuchs für ein paar Freunde.

Zeit zum Ausfüllen eines Schülerfragebogens: 20-30 Minuten.

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In Kürze

Die Abkürzung PISA steht für "Programme for International Student Assessment" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

PISA soll den teilnehmenden Ländern mit Hilfe des internationalen Vergleichs helfen, ihre eigenen Bildungsysteme zu verbessern. Die Tests werden in einem Abstand von drei Jahren vorgenommen, um auch die Wirkung eingeleiter Reformen messen zu können.

Bei der nächsten Untersuchung im Jahr 2006 ist ein zentraler Aspekt die Frage, inwieweit die soziale und kulturelle Herkunft der Jugendlichen ihre Leistungen beeinflusst.

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