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"Informationsaustausch wird langfristig kommen"

Langfristig wird sich die Schweiz dem automatischen Informationsaustausch nicht widersetzen können, sagt EU-Botschafter Michael Reiterer. Der von Banken und Bürgerlichen propagierten Abgeltungssteuer erteilt er eine klare Abfuhr.

Dieser Inhalt wurde am 13. Februar 2010 - 11:54 publiziert

Der Trend zum automatischen Informationsaustausch widerspiegle sich auch international auf G20-Ebene. Dies sagte EU-Botschafter Michael Reiterer in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Basler Zeitung und der Mittelland Zeitung.

Für Gegenforderungen der Schweiz - den freien Marktzugang für Schweizer Banken und Versicherungen in der EU - hat er kein Verständnis. "Die Schweiz würde sich ja nur in die europäische Normalität einordnen", betont Reiterer.

Auch mit der Idee einer Abgeltungssteuer, mit der die Privatsphäre ausländischer Bankkunden gewahrt und den Wohnsitzstaaten dennoch Steuern überwiesen werden könnten, kann der EU-Botschafter nichts anfangen. "Die Abgeltungssteuer ist ein Konzept von gestern: Sie hat die Wahrung der Anonymität statt Transparenz zum Ziel."

Zudem würden damit einem anderen Staat Steuereinnahmen entzogen, sagt Reiterer. Wer Schwarzgeld in die Schweiz bringe, gehöre zu jenen Personen, welche in ihrem Herkunftsland ihr Geld zu einem Satz von 40 oder 50 Prozent versteuern müssten. Mit einer Abgeltungssteuer wären es laut Reiterer maximal 35 Prozent der Erträge.

"Da versteht jeder Volksschüler, dass mit einer solchen Ungleichbehandlung dem Ursprungsstaat Steuergelder entgehen. Es geht um die Steuergerechtigkeit gegenüber jedem Bürger, der seine Steuern bezahlt."

swissinfo.ch und Agenturen

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