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Parlament hebt Jagdbann für Wolf auf

Der Wolf soll in der Schweiz wieder gejagt werden dürfen. Nach dem Ständerat hat sich auch der Nationalrat dafür ausgesprochen, den Schutz des Wolfes zu lockern. Er hat eine entsprechende Motion an den Bundesrat überwiesen.

Der Wolf ist dem europäischen Übereinkommen zum Schutz von Wildtieren unterstellt, der sogenannten Berner Konvention. Nun soll der Bund in einem ersten Schritt den Vertrag kündigen. In einem zweiten Schritt soll die Schweiz dem Übereinkommen wieder beitreten, dabei aber einen Vorbehalt zum Schutz des Wolfes anmelden.

Vergeblich wehrte sich Umweltminister Moritz Leuenberger gegen die Motion. Der Bundesrat sei zwar damit einverstanden, den Schutzstatus des Wolfes auf den des Luchses zurückzustufen und eine Regulierung der Wolfsbestände zuzulassen. Das müsse aber in Zusammenarbeit mit den Nachbarländern geschehen.

Ein Austritt aus der Berner Konvention und die Ausrottung des Wolfes in der Schweiz kam für Leuenberger nicht in Frage. Der Wolf sei eine Bereicherung für die Natur, Artenvielfalt sei wichtig.

Der Nationalrat liess sich davon nicht überzeugen. Mit 92 zu 79 Stimmen bei 10 Enthaltungen hiess er die Motion aus dem Ständerat gut.

Für die Jagd auf das Raubtier machten sich vor allem bürgerliche Vertreter aus den Bergkantonen stark, die etwa ein Ende des "traurigen Gemetzels" auf den Alpen forderten.

Gegen eine Lockerung des Wolfsschutzes ergriffen vor allem Ratsmitglieder der Grünen und der Sozialdemokraten das Wort. Grossraubtiere seien keine echte Konkurrenz für Jäger, sagte Hildegard Fässler. Die Wildtiere würden einfach etwas scheuer.

In der Schweiz leben nach Schätzungen von Tierschützern zwischen 10 und 15 einzelne Wölfe. Trotz eines überaus reichen Angebots an Beutewild - vor allem Rehe und Gämsen - ist es bisher noch zu keiner Bildung einer Wolfsfamilie gekommen. Die Beobachter deuten dies als Hinweis, dass Wölfe illegal abgeschossen werden.

swissinfo.ch und Agenturen


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