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Uno-Ausschuss prangert Diskriminierungen an

Der Uno-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte hält an seiner Kritik fest: Immer noch würden in der Schweiz Frauen, Migranten oder in Armut lebende Menschen diskriminiert.

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2010 - 17:24 publiziert
swissinfo.ch und Agenturen

Kritisiert wird die Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau. Das Gefälle habe in letzter Zeit sogar zugenommen. Der Frauenanteil bei den tiefen Löhnen mache 68,8% aus. Die Schweiz müsse dem Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" endlich zum Durchbruch verhelfen, mahnen die Uno-Experten.

Der Uno-Ausschuss empfiehlt ferner, Frauen besser vor häuslicher Gewalt zu schützen. Hier denken die Experten vor allem an Migrantinnen, die Gefahr laufen, ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlieren, wenn sie sich gegen ihren Mann wehren.

Ebenfalls ins Visier der Uno-Kritik geraten unterirdische Zivilschutzanlagen, in denen Asylbewerber leben müssten. Mehr Informationen wünscht sich der Ausschuss über den Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden.

Der Bund müsse ausserdem die armen Bevölkerungsgruppen inklusive Working Poor besser unterstützen.

Gewerkschaftlich aktive Arbeitnehmer sollten besser vor missbräuchlicher Kündigung geschützt werden. Die Ausübung des Rechts auf Streik müsse die Schweiz ebenfalls überdenken.

Der Bund sollte sich nach Ansicht des Uno-Ausschusses generell stärker gegen "die zunehmende Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit" engagieren.

Die Schweiz wird zudem aufgefordert, des Zusatzprotokoll zum Uno-Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte zu ratifizieren.

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