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Presseschau vom 09.03.2004

Der Frauen-Protest gegen die immer noch existierende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern prägt viele Titelseiten der Tagespresse.

Dem schweizerischen Frauentag verlieh der Besuch der iranischen Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi einen internationalen Touch

"Rot waren die Ballone und rot vor Wut tausende Frauen, die gestern am Frauentag mehr Gleichberechtigung forderten", schreibt der BLICK. Aber nicht nur Wut habe die Demos geprägt, sondern auch "Trauer darüber, dass die Frauen heute immer noch für die gleichen Anliegen kämpfen müssen wie schon ihre Mütter".

Man könne versucht sein zu fragen, ob uns das noch interessiere, jedes Jahr am 8. März das gleiche Prozedere, sinniert die Kommentatorin der NEUEN LUZERNER ZEITUNG. Und sie gibt auch gleich die Antwort: "Dass der Tag der Frau nun wieder an Bedeutung gewinnt, ist auf die aktuelle politische Entwicklung zurückzuführen."

Viele Schweizerinnen seien noch immer empört, dass Bundesrätin Ruth Metzler abgewählt worden ist: "Diese Abwahl führte ihnen vor Augen, dass es noch immer nicht selbstverständlich ist, dass Frauen an der Macht im Land teilhaben", meint die NLZ.

Die BERNER ZEITUNG analysiert, dass vielen Frauen bewusst geworden sei, dass ihnen mit dem Erstarken der Rechten die Felle davonschwämmen. "So hat Blocher letztlich Dornröschen wachgeküsst, ein heilsamer Schock dem jetzt Taten folgen mögen."

Auch der TAGES ANZEIGER ist der Meinung, dass sich seit dem 1. Internationalen Tag der Frau im Jahr 1911 weniger verändert habe als wir gemeinhin denken.

"Nicht weil ihnen nichts Neues einfällt, fordern die Frauen also immer noch dasselbe, sondern weil die Ungleichheit immer noch die gleiche ist", ist der TAGI überzeugt.

Internationalisierung

Die iranische Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi verlieh dem Frauentag in der Schweiz einen internationalen Akzent.

"Als Frau bin ich äusserst besorgt über die ungerechte Situation der Frauen besonders in den muslimischen Staaten und in der südlichen Hemisphäre der Welt", wird die 57-jährige Iranerin von der BERNER ZEITUNG zitiert. Um dagegen zu protestieren, trage sie schwarz.

"Ich trage Trauer für alles, was den Frauen fehlt."

Der Berner BUND schreibt über Ebadis Solidaritäts-Aufruf: Wenn auf einem Schiff ein Feuer ausbreche, sei das ganze Schiff bedroht. "Das Boot der Menschheit müssen alle gemeinsam retten."

swissinfo, Etienne Strebel

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