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Professor oder Professorin bereits mit 30 Jahren

Junge Forscherinnen und Forscher können an der ETH Zürich (Bild) und ETH Lausanne Karriere machen.

(Keystone)

Mit einem neuartigen Karriereplan für junge Forschende wollen die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne der Abwanderung von jungen Forschenden entgegenwirken. Professor kann man bereits mit 30 Jahren werden.

Dank einer Anstellung als Assistenzprofessoren mit dem Karriereplan, dem sogenannten "Tenure Track", sollen junge Forschende Mittel und Freiheiten erhalten, die bisher ausschliesslich unbefristet angestellten Professorinnen und Professoren zugestanden wurden.

Nach Ablauf einer maximal sechsjährigen Probezeit und unter dem Vorbehalt einer positiven Leistungsbeurteilung durch den Expertenausschuss wird ihnen anschliessend eine unbefristete ausserordentliche Professur angeboten, wie die Leitungen der beiden ETH an einer Pressekonferenz am Donnerstag (11.01.) in Bern bekannt gaben.

150 Professuren sollen verjüngt werden

Jungen Frauen sollen zudem spezielle Bedingungen angeboten werden, damit sie Mutterschaft und Familie mit der beruflichen Tätigkeit vereinbaren können. Die beiden Hochschulen haben beschlossen, die rund 150 Professuren, die bis 2003 wegen Pensionierungen neu besetzt werden müssen, durch Assistenzprofessuren mit "Tenure Track" zu ersetzen.

Mit dieser in der Schweiz einzigartigen Initiative möchten die ETH hervorragend qualifizierten Forschenden in der Schweiz attraktive Anstellungsbedingungen ermöglichen. Das neue System werde positive Auswirkungen auf die Schaffung neuer Unternehmen und den Technologietransfer haben, sind die beiden ETH überzeugt.

Gemäss den ETH-Spitzen ist der Arbeitsmarkt hoch qualifizierter Wissenschafter bereits ausgetrocknet. Sehr gut ausgebildete Leute gingen verloren, weil sie häufig nicht die gleichen Anstellungsbedingungen und Leistungen erhalten könnten wie in der Privatwirtschaft.

Besonders gravierend sei die Situation in den Bereichen Hochtechnologie und Informatik sowie Kommunikationssysteme. Das Risiko, dass die Bestbegabten die Forschungsstelle verliessen, wird sich nach Einschätzung der ETH-Spitzen noch dramatisch verschärfen.

swissinfo und Agenturen


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