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Qualifikant entzaubert Federer

Federer scheiterte kläglich.

(Keystone)

Roger Federer (ATP 9) unterlag in Wimbledon dem Mario Ancic (ATP 154) 3:6, 6:7 (2:7), 3:6. Doch sechs Schweizerinnen und Schweizer stehen in der 2.Runde.

Die Grand-Slam-Turniere werden für Roger Federer dieses Jahr zum Horror: Im Australian Open verlor er nach Matchball im Achtelfinal gegen Tommy Haas. Und wie vor einem Monat in Roland-Garros kann Federer auch in Wimbledon all seine Hoffnungen und Ambitionen schon nach dem Startspiel begraben.

Vielleicht hat er den Gegner unterschätzt. Grund dazu hatte der Baselbieter allemal: Als Viertelfinalist des Vorjahres und Bezwinger von Pete Sampras wurden bei den Buchmachern nur Hewitt, Safin, Agassi und Henman höher eingeschätzt. "Meine Leistung ist ein Rätsel für mich", so Federer.

Federer gelang zum 2:1 im ersten Satz zwar das erste Break, trotzdem fand er nie ins Spiel und zum gewohnten Rendement. Es gelang ihm kein weiteres Break mehr. Die letzte Chance, in die Partie zurückzufinden, besass er im zweiten Satz. Aber Federer vergab zuerst drei Breakmöglichkeiten für eine 5:3-Führung und verlor nachher das Tiebreak 2:7.

Federer wird in der Weltrangliste aus den Top Ten auf etwa Platz 16 zurückfallen. Das ATP-Masters vom November in Schanghai ist nach dem zweiten Tiefschlag innerhalb eines Monats zwar nicht ausser Reichweite gerückt, aber vorerst wohl kein Thema mehr.

Starke Casanova

Für die positive Überraschung sorgte Myriam Casanova (WTA 180). Fünf Tage nach ihrem 17. Geburtstag und beim ersten Auftritt in einem Grand-Slam-Hauptfeld besiegte die St. Gallerin die 129 Weltranglistenplätze besser klassierte Henrieta Nagyova mit 7:5, 6:4. "Das ist ein Super-Resultat! Niemand hat erwartet, dass ich diese Gegnerin ein zweites Mal schlagen würde", so Casanova.

Zumindest im Kopf war Myriam Casanova deutlich stärker als die Nummer 51 der Welt, die sie im Frühling schon auswärts im Fedcup in drei Sätzen geschlagen hat. Nagyova führte im ersten Set 4:1, besass bei 5:3 und eigenem Aufschlag zwei Satzbälle, verlor den Satz aber 5:7.

Und auch den zweiten Satz drehte Myriam Casanova nach einem 1:3-Rückstand noch zu ihren Gunsten herum. Auch gegen Barbara Schett am Donnerstag dürfte Casanova nicht chancenlos sein.

Kratochvil: Rückenprobleme

Und die übrigen Schweizer? Michel Kratochvil (ATP 45) dominierte Nikolaj Davidenko (Russ/ATP 84) und trifft am Donnerstag auf Irakli Labadse (Geor/ATP 86). Sorgen bereiten dem Berner Rückenschmerzen, die er sich bei einem unrhythmischen Schwung im ersten Satz zuzog.

Marc Rosset qualifizierte sich erstmals seit Januar 2001 (Australian Open) und auf den Tag genau ein Jahr nach einem voreilig erklärten Rücktritt für die 2. Runde eines Grand-Slam-Turniers. Rosset (ATP 115) bezwang Juan Acasuso (ATP 86) 6:3, 7:6 (7:4), 6:1 und fordert nun den als Nummer 16 gesetzten Franzosen Nicolas Escudé heraus.

Schweizer Frauen hatten zu kämpfen

Emmanuelle Gagliardi tat sich gegen eine Engländerin schwer (6:1, 6:7, 6:2). Patty Schnyder (WTA 18) verlor beinahe gegen die Nummer 127 der Welt, die Ukrainerin Tatjana Perebiynis (3:6, 7:6, 7:5 nach 3:6, 1:4-Rückstand).

Während Gagliardi und Schnyder mit blauen Augen in die 2. Runde vorstiessen, fragte sich Marie-Gaïané Mikaelian (WTA 49), wie sie nur gegen Maureen Drake (Ka/WTA 110) verlieren konnte. Der geglückte Abstecher auf Hartplätze in Usbekistan (Turniersieg in Taschkent) erwies sich als nicht ideale Wimbledon-Vorbereitung.

swissinfo und Rolf Bichsel (Si)

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