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Reine Männer-Equipe für Arnheim

Die nomierten Schweizer Springreiter: Urs Faeh, Willi Melliger, Beat Maendli, Markus Fuchs und Paul Freimueller Keystone

Eine reine Männer-Equipe wird die Schweiz an den Europameisterschaften der Springreiter vom 27. Juni bis 1. Juli im holländischen Arnheim vertreten: Die Selektionskommission des Schweiz. Verbandes für Pferdesport hat Markus Fuchs mit Tinka's Boy, Willi Melliger mit Annaconda, Beat Mändli mit Pozitano, Urs Fäh mit Garry und Paul Freimüller mit Himmerdor nominiert.

Dieser Inhalt wurde am 19. Juni 2001 - 17:36 publiziert

Auf die vorzeitige Festlegung des Ersatzreiters wurde verzichtet, will man sich doch bis zum Nennschluss alle Optionen offen halten. Erst nach dem «Warm-up» am Mittwoch in Arnheim wird Equipenchef Martin Walther sein Vierer-Team benennen, das im Kampf gegen 14 Equipen bestehen soll.

Erstmals seit den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta wurde keine Frau für die Equipe berücksichtigt. Lesley McNaughts Dulf ist verletzt, ihre beiden neuen Pferde, die Hengste Chagall Orion und Crassus, erfüllten die FEI-Normen nicht. Dehlia Oeuvray war bei den Selektionären (noch) kein Thema, doch muss die aufstrebende 29- jährige Jurassierin für die Zukunft im Auge behalten werden.

Calvaro am Knie operiert

Die Schweizer Equipe bestreitet mit einer veränderten Mannschaft und zwei jungen Pferden die Titelkämpfe. Willi Melligers Schimmel- Stute Annaconda ist wie Urs Fähs Garry erst neunjährig und dementsprechend unerfahren. Melligers 15-jähriger Holsteiner Schimmel Calvaro ist am Dienstag in der Tierklinik Niederlenz am Meniskus operiert worden und soll nach rund achtwöchiger Erholungspause erst wieder in der Hallensaison an den Start gehen. Pozitano hat in diesem Jahr in der «grünen» Saison noch kein Turnier bestritten und eine Zerrung auskuriert. Eine Woche vor Arnheim gibt der Thurgauer mit seinem Rheinländer in Nörten- Hardenberg auf Sand (wie an der EM) sein Comeback.

Der Oldenburger Wallach Garry von Urs Fäh hat sich bei den Nationenpreisen in St. Gallen (4+4 Punkte) und Modena (0+4)empfohlen und seine Anlagen angedeutet. Die erstmalige Berücksichtigung für ein Championat hat sich Paul Freimüller ebenfalls in St. Gallen im Nationenpreis (0+4) verdient und sich in Aachen im ersten Umlauf unter einem gewissen Erwartungsdruck mit nur einem Abwurf achtbar geschlagen.

Die Schweiz gewann an Europameisterschaften seit 1981 stets eine Medaille. Nur 1997 kehrte sie aus Mannheim ohne Mannschaftsauszeichnung zurück. Mit 12 EM-Medaillen (viermal Gold, dreimal Silber und fünfmal Bronze) ist Willi Melliger der erfolgreichste Reiter. Weltcupsieger Markus Fuchs hat zwar ebenfalls schon fünf EM-Auszeichnungen gewonnen, eine goldene fehlt dem St. Galler aber noch. Auf ihm und Tinka's Boy ruhen die grössten Schweizer Hoffnungen in der Einzelwertung.

swissinfo und Agenturen

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