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Reorganisation im BAP: Spitze der Spionageabwehr geht vorzeitig in Pension

Der Chef der Spionageabwehr im Bundesamt für Polizei (BAP), Mathias Derungs, und sein Stellvertreter Peter Reber lassen sich vorzeitig pensionieren. Die Rücktritte stehen im Zusammenhang mit der Reorganisation im BAP.

Dieser Inhalt wurde am 03. September 2000 - 15:52 publiziert

BAP-Sprecher Jürg Pulver bestätigte einen entsprechenden Bericht der "SonntagsZeitung". Der 59-jährige Derungs habe immer die Absicht gehabt, von der Möglichkeit der vorzeitigen Pensionierung mit 60 Gebrauch zu machen, erklärte Pulver. Mit Blick auf die Reorganisation des BAP mache er nun diesen Schritt.

Derungs wolle nicht jüngeren Kräften vor dem Licht stehen und jetzt auch nichts mehr Neues anfangen, sagte Pulver weiter. Der Abgang erfolge aber "ausdrücklich nicht aus Frust".

Reorganisation verunsichert

Die im Frühling angekündigte Umstrukturierung hatte bei den Mitarbeitenden Verunsicherung ausgelöst. Nach dem Willen von Justizministerin Ruth Metzler soll das BAP zu einem reinen Polizeiamt umgestaltet werden. Dafür tritt es polizeifremde Bereiche ab und erhält neu eine Bundeskriminalpolizei sowie einen Dienst für Analyse und Prävention.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass der Chef der Meldestelle für Geldwäscherei des BAP, Daniel Thelesklaf, und sein Stellvertreter Mark van Thiel ihre Stelle auf Ende November verlassen werden. Grund sind unterschiedliche Vorstellungen über die BAP-Reorganisation.

BAP-Direktor Anton Widmer hatte seinen Posten im Mai quittiert. Er tritt auf den 1. Oktober 2001 ins Schweizerische Polizeiinstitut in Neuenburg ein, dessen Leitung er am 1. Januar 2002 übernehmen wird.

Bereits Ende November 1999 hatte Michael Lauber, Chef derSektion Kriminalanalyse beim BAP, wegen Meinungsverschiedenheiten gekündigt. BAP-Sprecher Pulver will aber nichts von einem Aderlass wissen. "Man muss jeden Fall einzeln anschauen".

Es sei normal, dass bei einer solche Umstrukturierung eine gewisse Verunsicherung und Ängste entstehen würden. Im BAP "übersteigen sie aber nicht das übliche Mass", so Pulver.

swissinfo und Agenturen

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