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Rettungsaktion für den Ortolan gestartet

Der seltenste Brutvolgel der Schweiz, der Ortolan, soll im Wallis vor dem Aussterben bewahrt werden. Die Vogelwarte Sempach will ihn mit optimierten Lebensbedingungen zur Rückkehr animieren.

Dieser Inhalt wurde am 17. März 2010 - 14:57 publiziert

In den 1990er-Jahren sangen in der Schweiz noch rund 200 Ortolan-Männchen. 2009 waren es bloss noch deren sieben. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach hat in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis an den südexponierten Felsensteppen von Leuk ein ambitiöses Projekt zum Schutz dieser Vogelart lanciert,

Der Ortolan bevorzugt trockene Standorte mit Samen- und Insektennahrung. In den letzten 30 Jahren haben sich die Felsensteppen jedoch stark verändert. Verbuschung und Vergandung führten zu einer Abnahme von Insekten- und Pflanzenarten.

Gegensteuer will man geben, indem man in der Rhone-Ebene Haferfelder anlegt, stark verbuschte und bewaldete Zonen auslichtet und Felsensteppen mit zu dichter Vegetation kontrolliert abbrennt.

Davon profitieren laut Vogelwarte nicht nur die bedrohten Vögel, sondern auch seltene Orchideenarten, Tagfalter und die Smaragdeidechse.

Das Rettungsprojekt wurde vom Bund, dem Kanton Wallis und den betroffenen Gemeinden bewilligt. Es erstreckt sich über drei Jahre bis 2013 und soll rund 250'000 Franken kosten.

swissinfo.ch und Agenturen

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