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Roche schreibt wieder schwarze Zahlen

Nach einem schwierigen Jahr, geht es Roche wieder besser.

(Roche)

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat 2003 einen Reingewinn von über 3 Mrd. Franken erwirtschaftet.

Der Umsatz in den Kerngeschäften Pharma und Diagnostika wuchs um 11 % auf 29 Mrd. Franken.

Nach einem Rekordverlust von 4 Mrd. Franken im Vorjahr, kann der Pharma-Riese auf ein rentables Jahr 2003 Jahr zurückblicken.

"Wir haben 2003 unsere hochgesteckten Ziele erreicht", so kommentiert Roche-Chef Franz B. Humer das Ergebnis.

In den Kerngeschäften Pharma und Diagnostics stiegen die Verkäufe um 11 % auf 29 Mrd. Franken.

In Lokalwährungen belief sich das Umsatzwachstum auf 19 %. Roche sei damit schneller gewachsen als der Markt, schreibt das Unternehmen.

Der Betriebsgewinn der Kerngeschäfte vor Sonderbelastungen legte um 17 % auf 6,1 Mrd. Fr. zu. Die Betriebsgewinnmarge stieg damit von 20 auf 21,1 %.

Intakte Zukunftsaussichten

Analysten hatten im Durchschnitt einen etwas höheren Reingewinn von 3.4 Mrd. Franken erwartet. Beim Umsatz lagen sie mit 28,7 Mrd. etwas darunter.

Die Dividende will Roche zum siebzehnten Mal in Folge erhöhen, und zwar von 1,45 auf 1,65 Franken. Für das laufende Jahr erwartet Roche erneut ein Umsatzwachstum.

Denise Anderson, Finanzanalystin bei Kepler Equities zu swissinfo: "Wir erwarten erneut ein Wachstum für dieses Jahr. Natürlich weiss niemand genau wie sich die Finanzmärkte entwickeln, es kann immer Unvorhergesehenes passieren. Aber insgesamt erwarten wir stärkere Einnahmen."

Für 2005 geht das Unternehmen von einer Betriebs-Gewinnmarge von über 22 Prozent aus.

Pharma-Division wächst dank Chugai

Die Pharma-Division steigerte den Umsatz um 14 % auf 21,5 Mrd. Franken. Roche habe weltweit in allen wichtigen Regionen Marktanteile gewonnen, hiess es weiter.

Das Umsatzwachstum ist unter anderem der Integration des japanischen Pharma-Unternehmens Chugai zu verdanken.

Doch auch ohne Chugai lag das Wachstum über dem Weltmarkt, wie Roche betonte. Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen stieg um 20 % auf knapp 5 Mrd. Franken.

Generationenwechsel im Verwaltungsrat

Der neue Swiss-Life Präsident und ehemalige Nationalbank-Vizepräsident Bruno Gehrig soll neu im Roche-Verwaltungsrat Einsitz nehmen.

Gehrig wird der Aktionärsversammlung vom kommenden 6. April zusammen mit dem Holländer Lodewijk J. R. de Vink zur Wahl vorgeschlagen.

De Vink war früher Präsident von Schering International sowie Verwaltungsrats-Vorsitzender und Konzernchef von Warner-Lambert.

Er verfüge damit über grosse Erfahrung in der Pharmaindustrie, erklärte Roche.

Bruno Gehrig soll nach seiner Wahl die neu geschaffene, vorerst nicht näher umschriebene Funktion des so genannten Independent Lead Directors übernehmen.

Mit der Wahl von Gehrig und de Vink gibt es im Roche-Aufsichtsgremium einen eigentlichen Generationenwechsel.

Die beiden ersetzen Roche-Ehrenpräsident Fritz Gerber, den früheren Swiss-Life-Präsidenten Andres F. Leuenberger und den ehemaligen Roche-Finanzchef Henri B. Meier.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Roche: 1896 in Basel gegründet
Aktiv in über 150 Ländern
Weltweit grösster Anbieter von Diagnostika

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In Kürze

Seinen vier Forschungsstandorten in den USA, in der Schweiz und in Deutschland fügt der Basler Chemie-Multi einen weiteren hinzu: China, Schanghai.

Dort soll bis Ende dieses Jahres ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung die weltweiten Aktivitäten des Roche-Konzerns unterstützen.

Rund 7,5 Mio. Fr. will Roche in China investieren.

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