Rückführung von Kosovo- Flüchtlingen laut BFF gut angelaufen

Die Rückführung von Flüchtlingen in den Kosovo ist laut dem Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) gut angelaufen. Im Juni verliessen statt der festgelegten Zahl von 500 Personen, die sich nicht am Rückkehrprogramm beteiligten, 744 Flüchtlinge die Schweiz.

Dieser Inhalt wurde am 11. Juli 2000 - 17:43 publiziert

Im Juli sollen insgesamt 750 Menschen ausgeschafft werden. Die Zahl von mindestens 750 Personen für den Monat Juli wurde aufgrund der gemachten Erfahrungen im Juni bestimmt, wie das BFF am Dienstag (11.07.) mitteilte. Nach einem bestimmten Verteilschlüssel werden diese Personen von den Kantonen angewiesen, die Schweiz zu verlassen.

744 Kosovo-Flüchtlinge der sogenannten Phase III seien im Juni teils mit oder ohne Begleitung zurückgekehrt, sagte BFF-Sprecherin Brigitte Hauser. Es handelt sich dabei um Kosovo-Flüchtlinge, die vor dem 1. Juli 1999 eingereist waren.

Die 750 "unfreiwilligen Rückkehrer" sollen im Juli auf Flügen ab Zürich- Kloten und Genf zurückgeführt werden. Ob im Juli erstmals auch Flüge ab den Militärflugplätzen Ambri (TI) und Payerne (VD) Richtung Kosovo starten, hängt laut Hauser vom Bedarf ab. Ein Datum sei noch nicht festgelegt werden.

Zuerst würden die reservierten Plätze ab Zürich und Genf benutzt. Eine Bewilligung des VBS für Abflüge ab Ambri und Payerne liegt bereits vor.

Gestützt auf die Empfehlungen der paritätisch zusammengesetzten Begleitgruppe "Finanzierung Kosovo III" wurde auch der kantonale Verteilschlüssel für das dritte Quartal bestimmt.

Im Rahmen des freiwilligen Rückkehrprogramms (Phase II) kehrten im Juni 3'375 Personen zurück. Seit Anfang Juli 1999 haben laut BFF über 28'000 Personen freiwillig die Schweiz verlassen. Weitere 4'500 Personen würden in den nächsten Wochen zurückkehren.

swissinfo und Agenturen

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