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Ruhe in Davos, Krawall in Zürich

Zürich erlebte die schwerste Krawallnacht seit Jahren.

(Keystone)

In Zürich haben am Samstagabend (27.01.) 800 bis 1'000 Globalisierungs-Gegner gewaltsam gegen das WEF in Davos demonstriert. Die Polizei ging mit massivem Tränengaseinsatz und Gummischrot gegen die Demonstrierenden vor. Mehrere Autos wurden in Brand gesteckt.

Die Kundgebungsteilnehmenden skandierten Antiglobalisierungs-Slogans und schwenkten Transparente mit der Aufschrift "Les riches toujours plus riches - Les pauvres toujours plus pauvres" (Die Reichen immer reicher - die Armen immer ärmer).

Einige der Kundgebungsteilnehmenden setzten Autos und Container in Brand, Scheiben gingen in Bruch. Mit Tränengas und Wasserwerfern hielt die Polizei sie von der Bahnhofstrasse ab.

Weil die Demonstrierenden im Bereich des Hauptbahnhofs die Polizei mit Steinen bewarf, hatte die Polizei den Bahnhof mit einem massiven Aufgebot abgeriegelt. Rund 100 Personen wurden festgenommen, drei Polizisten wurden durch Steinwürfe leicht verletzt.

Demos in Davos und Landquart

Bereits in Landquart war es am Nachmittag zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Die Verkehrswege im Raum Landquart waren am Nachmittag vorübergehend vollständig blockiert. Busse auf dem Weg nach Davos und SBB-Züge waren dort abgefangen worden. Die Rhätische Bahn hatte ihren Verkehr nach Davos auf Ersuchen der Polizei eingestellt.

300 Demonstrierende, die in Landquart mit dem Zug nicht nach Davos weiterreisen durften, blockierten zunächst die Gleise, so dass der Bahnhof für jeglichen Zugverkehr gesperrt war.

Nach 14.00 Uhr wurde die Autobahn A13 zwischen den Anschlüssen Landquart und Walenstadt von Demonstranten mit einem Sitzstreik besetzt. Die Autobahn war in beiden Richtungen vorübergehend für jeden Verkehr gesperrt.

Polizei zufrieden

In Davos ist die befürchtete Konfrontation zwischen Demonstrierenden und den Sicherheiskräften im Grossen und Ganzen ausgeblieben. Rund 200 Demonstranten gelangten zwar auf Schleichwegen vom Bahnhof auf die Davoser Promenade. Dort ging die Polizei mit Wasserwerfern gegen sie vor.

Die Bündner Kantonspolizei ist über den Verlauf der Anti-WEF-Demonstrationen sehr zufrieden. "Es ist uns gelungen, den normalen Verlauf des WEF aufrecht zu erhalten", sagte Kapo-Kommandant Markus Reinhardt.

Auch die Bundesräte Pascal Couchepin, Moritz Leuenberger und Kaspar Villiger rechtfertigen den Einsatz der Bündner Polizei zur sicheren Durchführung des WEF.

swissinfo und Agenturen

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