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Schlag gegen Russenmafia

Europa gegen die Russenmafia: Hausdurchsuchungen in der Schweiz.

(swissinfo.ch)

Die Operation Spinnennetz - ein international koordinierter Schlag gegen die Russenmafia - hat in der Schweiz zu keinen Festnahmen geführt.

In den Kantonen Tessin Genf und St. Gallen wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt, Personen wurden keine festgenommen.

Drei Firmen und die Privatwohnung eines Firmeninhabers seien durchsucht worden, bestätigten am Dienstag die Justizbehörden der Kantone Tessin und Genf. Sie hatten auf ein Rechtshilfegesuch aus Italien reagiert. Die Operation war von den Italienischen Anti-Mafia-Behörde koordiniert worden.

Rechtliche Grundlagen fehlten

Der Staatsanwalt von Bologna, Paolo Giovagnoli, hatte die Festnahme des Inhabers einer Finanzfirma in Bellinzona gefordert. Für eine Festnahme hätten die rechtlichen Grundlagen allerdings nicht gereicht, erklärte der Tessiner Staatsanwalt Giovan Maria Tatarletti.

Bei den Hausdurchsuchungen waren Dokumente und Bankauszüge beschlagnahmt worden. Es werde im Rahmen der Operation zu weitere Anhörungen von verdächtigen Personen kommen, sagte der Genfer Untersuchungsrichter Marc Tappolet.

Bei der internationalen Razzia waren am Montag 50 Personen festgenommen worden. Sie sollen für die russische Mafia Gelder aus dem Waffen-, Drogen- und Menschenschmuggel gewaschen haben.

Im Zentrum der Ermittlungen gegen die Geldwäscherei findet sich die Gesellschaft Prima mit Sitz in Rimini in Italien.

Polizeiaktion läuft weiter

An einer Medienkonferenz am Montag in Bologna wurde gesagt, dass die Polizeiaktion ein "wichtiger Erfolg" im Bestreben sei, die saubere Wirtschaft vor dem Angriff des organisierten Verbrechens zu schützen. Dabei wurde die internationale Zusammenarbeit mit den Polizeikräften der vielen Staaten, darunter auch die Schweiz, gelobt.

Die Geldwäscherbande war international tätig. Die Polizei liess in den diversen Ländern über 300 Konten sperren. Ob auch die Schweiz betroffen ist, wurde nicht bekannt.

Wie viel Geld sich auf den gesperrten Konten befindet, gab die italienische Polizei nicht bekannt, liess aber durchblicken, dass die Aktion noch nicht abgeschlossen sei. Es sei gegen weitere rund 150 Personen ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Boss gelang die Flucht

Die meisten Festgenommenen sind russiche und italienische "Geschäftsleute". Die Betroffenen waren in der Bekleidungs-, Kosmetik- und Möbelbranche tätig oder importierten Maschinen. Dem mutmasslichen Boss der Bande, Igor Berezovsky, gelang vor der Festnahme die Flucht.

Berezovsky und seine Komplizen türkten Rechnungen, errichteten Tarnfirmen und organisierten damit komplizierte Transaktionen, um Milliarden von Dollars für die russische Mafia zu waschen. Einen Teil der Gelder liessen sie dann wieder nach Russland zurückfliessen.

swissinfo und Agenturen

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