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Schlechte Bedingungen für Kosovo-Rückkehrer

Der Schweizer Völkerrechtler Walter Kälin ist als UNO-Sonderbeauftragter für die Rechte der Vertriebenen durch den Balkan gereist.

Dieser Inhalt wurde am 29. Juli 2005 - 15:01 publiziert

Die Bedingungen für Vertriebene, dauerhaft in den Kosovo zurückzukehren, seien schlecht, zieht er Bilanz.

"Die ungeklärte Statusfrage ist dabei ein wichtiger, doch nicht der einzige Faktor", sagte Kälin im Interview mit dem "Tages-Anzeiger" am Freitag.

Die Status-Frage diskutiert auch Bundesrätin Micheline Calmy-Rey in den nächsten drei Tagen mit allen beteiligten Parteien im Kosovo.

Serbien: Endlich Grundbücher zugänglich gemacht

Laut Kälin könne sich die nicht-albanische Minderheit im Kosovo seit ein paar Monaten zwar sicherer fühlen als noch vor einem Jahr. Denn Belgrad habe seine Grundbücher geöffnet und dort stehe, wer was besitze. Doch die Häuser seien oft von Unbefugten besetzt.

Um eine Rückkehr ins Auge zu fassen, braucht es laut Kälin drei Dinge: Es brauche die Gewissheit, dass man nicht mehr um sein Leben fürchten muss. Dann müsse die Rückerstattung von Eigentum gewährleistet sein.

Bosnien: Lage etwas besser

Zudem seien Bedingungen, die das Leben lebenswert machen, notwendig. Diese Bedingungen sind laut Kälin in Bosnien-Herzegowina besser erfüllt. Nach dem Krieg hätten über zwei Millionen Menschen, die Hälfte der Bevölkerung, ihren Wohnort verlassen.

Von der Million, die als Vertriebene im eigenen Land blieben, sind bis auf 190'000 Personen wieder alle an ihren Wohnort zurückgekehrt. Diesen "Fortschritt", wie ihn Kälin bezeichnet, führt er auf die verbesserte Sicherheitslage und die geklärten Eigentums-Verhältnisse zurück.

swissinfo und Agenturen

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