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Schweiz am Wissenschafts-Kolleg zu Berlin beteiligt

Das Collegium Helveticum in Zürich wird mit Berlin intensiver zusammenarbeiten. Keystone

Die Schweiz ist jetzt am Wissenschafts-Kolleg zu Berlin beteiligt. Die entsprechende Vereinbarung wurde am Dienstag (12.12.) in der deutschen Hauptstadt unterzeichnet.

Dieser Inhalt wurde am 12. Dezember 2000 - 20:42 publiziert

Diese Zusammenarbeit sei ein erster Schritt zu einer stärkeren europäischen Verflechtung des Kollegs, erklärte dessen Rektor, Professor Wolf Lepenies. Das Kolleg solle "ein internationales Institut in einer europäischen Metropole" werden. Er habe die sichere Hoffnung, dass andere Länder dem "exemplarischen Anfang" der Schweiz folgen.

Die Schweiz hat künftig Sitz und Stimme im Rat der Wissenschafts-Stiftung Ernst Reuter, die das Kolleg trägt. Sie wird in diesem Jahr 150'000 Franken beisteuern und diesen Betrag bis 2003 verdoppeln.

"Geben und Empfangen"

"Hier soll die Schweiz, sollen die Schweizer präsent sein, geben und empfangen", begründete der Schweizer Wissenschafts-Staatssekretär Charles Kleiber bei der Feier dieses Engagement.

Ziel sei ein Netzwerk von "Centers for Advanced Studies". Darin sollen das Collegium Helveticum in Zürich ebenso wie die Wissenschafts-Kollegs von Budapest, Bukarest und anderen europäischen Städten eingebunden sein.

Beim Aufbau solcher Institutionen in Mittel- und Osteuropa hat das Berliner Kolleg bereits eng mit Schweizerischen Regierungsstellen und privaten Stiftungen der Eidgenossenschaft zusammengearbeitet.

Der Berliner Kultur-Senator Christoph Stölzl sprach so auch bei dem Festakt von einem "schönen Brückenschlag". Dieser sei umso einfacher, da er eine Bestätigung dessen sei, was bereits geschehe.

Seit der Gründung dabei

Die Schweiz war seit der Gründung des Kollegs zu Berlin 1980 mit etwa 30 Wissenschaftlern unter den Stipendiaten vertreten. Das Kolleg lädt jeweils für zehn Monate bis zu 40 "Fellows" ein. Eine feste Quote ist dabei für die Schweiz auch nach der Besiegelung der Zusammenarbeit nicht vorgesehen.

Der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates des Kollegs, Professor Olaf Kübler von der Eidg. Technischen Hochschule Zürich, hob hervor, dass Wissenschaft im wesentlichen "von grossen Individuen" vorangebracht werde. Diese könnten aber geeignete Strukturen fördern.

"Am Wissenschaftskolleg ist in exemplarischer Weise für beides gesorgt", sagte Kübler weiter. Es bedeute für die Stipendiaten "eine wunderbare Chance".

Das Kolleg will nach eigenem Verständnis "Gelehrten unterschiedlicher disziplinärer Herkunft und vielfältiger intellektueller Orientierung Kontakt- und Kooperations-Chancen" bieten. Zur Finanzierung des Etats von insgesamt 13 Millionen Mark im Jahr tragen vor allem die deutsche Regierung und das Bundesland Berlin bei. Mitglieder sind die Präsidenten oder Leiter der grossen Forschungs-Organisationen der Bundesrepublik, die Stiftung Preussischer Kulturbesitz und die Berliner Universitäten.

swissinfo und Agenturen

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