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Schweiz siegt in Tschechien

Frederik Rothen und seiin tschechischer Gegner Strba kämpfen um den Puck.

(Keystone)

Die Schweiz hat das erste von zwei Eishockey-WM-Testspielen gegen Tschechien 3:2 gewonnen. Steve Hirschi erzielte 78 Sekunden vor Schluss das Siegestor.

Als die Scheibe kam, habe er "einfach draufgehauen", beschrieb der Langnauer Steve Hirschi Hirschi seinen Treffer. Neuling. Der Schweizer Sieg war verdient, und die jungen Debütanten wussten durchs Band zu gefallen. Als "sehr aufregend" bezeichnete Nationalcoach Ralph Krueger die Leistungen seiner Mannschaft.

Torhüter Marco Bührer liess zwar den ersten Schuss passieren und sah bei beiden Gegentreffern unglücklich aus, hielt den Schweizern mit total 25 Paraden aber bis ins Schlussdrittel hinein das 1:1.

Im Schlussdrittel erwiesen sich die Schweizer als standfester: Adrian Wichser profitierte nach 100 Sekunden im letzten Abschnitt von einem Fehlpass von Kubos und markierte solo das 2:1. Auch für den Klotener, der nach exakt einem Jahr wieder das Nationaltrikot trug, war es das erste Länderspieltor.

Überzahl-Tor

Nach Novotnys 2:2 bloss 85 Sekunden später vergaben Marc Reichert, Burkhalter und André Rötheli das 3:2, ehe Hirschi im Powerplay traf. Die Schweizer produzierten aus nur zwei Überzahl-Situationen ein Tor, während die Tschechen in vier Chancen und total 9:55 Powerplay- Minuten nicht reüssierten.

Nebst der Powerplay-Effizienz überzeugten die Schweizer insbesondere im Abwehrverhalten. Ralph Krueger: "Wir haben jungen Spielern eine Chance gegeben, die sie gepackt haben. Alle Neulinge zeigten totale Bereitschaft für unser System und spielten mit viel Kopf, Herz und Konzentration. Diese Spieler machen jenen Akteuren, die noch dazukommen, die Aufgabe schwer."

Un-weltmeisterlicher Gegner

Bei allem Lob für die Schweizer Performance ist es angebracht zu erwähnen, dass Gegner Tschechien nicht eben weltmeisterlich auftrat. Vom Gold-Team der Deutschland-WM war mit Ambris Tomas Vlasak lediglich ein Spieler dabei. Ausserdem stürmte David Hruska, der während der Playoffs für Kloten spielte.

Trotzdem lieferte die Partie der Schweiz eine grosse und bedeutsame Erkenntnis. Ralph Krueger kann die Weltmeisterschaft ungeniert mit nur sieben Verteidiger und dafür 13 Stürmern planen. Zuletzt nahm Krueger an die grossen Turniere stets acht Backs und zwölf Angreifer mit.

In Mlada Boleslav begannen die Schweizer mit nur sechs Verteidigern. Nach 17 Minuten schied zudem Martin Höhener mit einer mittelschweren Hirnerschütterung aus. An Stelle von Höhener gefielen in der Folge die Stürmer Thomas Ziegler und Sandy Jeannin je ein Drittel lang in der Abwehr.

Am Freitag stehen sich die Schweizer und Tschechen in Tabor nochmals gegenüber.

swissinfo und Rolf Bichsel, Mlada Boleslav (sda)

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