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Schweiz zeigt ihren Trumpf: Höhere Lagen

Neue Winterkampagne: Hohe Schneelage über der Baumgrenze, Wechselkurs unter dem Gefrierpunkt.

(Schweiz Tourismus)

Die neueste Winterkampagne der Schweiz basiert auf den hoch gelegenen Orten und Skipisten, die mehr Schneesicherheit garantieren sollen. Sie zielt damit auf den Konkurrent Österreich.

Unterstützt wird die Kampagne durch einen gegenüber der Vorsaison bis 10% tiefer gelegenen Franken.

Die neue Winterkampagne von "Schweiz Tourismus" (ST) will hoch hinaus: Die Schweiz könne mehr Schnee als andere garantieren, da fast 30 Skiorte Pisten in der Höhenlage von über 2800 Meter über Meer anbieten. "Schneezeit", oder auf englisch "Snowtime" genannt, kostet als Kampagne 6,2 Mio. Franken. Sie ist auch als Antwort auf die österreichische Herausforderung der letzten Jahre gedacht.

Das östliche Nachbarland gilt als hauptsächliches touristisches Konkurrenzland der Schweiz. Die letzten Jahre waren gekennzeichnet von einer Abwanderung vieler Skifahrer nach Österreich – wegen des Preisgefälles und auch wegen der Gastfreundlichkeit.

Das Land, dessen allgemeines Wirtschafts-Wachstum seit seinem Beitritt in die EU stark über jenem der Schweiz liegt, kann den ausländischen Gästen seit Jahren glaubwürdig klarmachen, dass sie in Österreich mehr Wert fürs Geld erhalten.

Klimaeffekt als Ausgangspunkt

Nun spielt die Schweiz ihre Höhenlage als eine objektive Trumpfkarte aus: Noch wissen zu wenige, dass die zehn höchsten Winterferienorte im Durchschnitt 370 Meter höher liegen als diejenigen in Österreich, Deutschland, Frankreich oder Italien. Und mehr Höhe bedeutet dank tieferen Temperaturen auch mehr Schneesicherheit – beim gegenwärtigen Klimawandel ein beachtliches touristischer Trumpf.

48 Schweizer Gipfel ragen über 4000 Meter hinaus. Doch das Argument der Schneesicherheit gilt nicht nur für die Skifahrer. Ein bedeutendes Seniorensegment unter den Gästen wird ebenfalls vom Schnee angezogen, ohne unbedingt Ski fahren zu wollen: Die Schweizer Bergbahnen präparieren allein für den Winter 2003/04 rund 1200 Kilometer Winterwanderwege ausserhalb der Orte.

Das Winterwandern hat sich neben Pisten- und Loipenfahren, Schlitteln und Funsports zu einer beachtlichen eigenen Kategorie entwickelt.

Herzstücke der Kampagne sind unter anderem die touristischen Regionen wie das Berner Oberland, Graubünden oder Zentralschweiz, aber auch das Genferseegebiet oder das städtische Wintererlebnis in Zürich. Die Regionen beteiligen sich auch finanziell, was das Kampagnen-Budget vergrössert.

Wechselkurs-Effekt als willkommener Zustupf



Die Hotellerie und die Bergbahnen werden im kommenden Winter die Preise in Franken auf dem Vorjahresniveau belassen. Inländer kommen also ohne Preisaufschläge aus. In Euro umgerechnet jedoch entspricht die stabile Preislage einer Vergünstigung.

"Der Schweizer Franken gab seit dem letzten Winter gegenüber dem Euro zwischen acht bis zehn Prozent nach", rechnete ST-Direktor Jürg Schmid Mitte Woche den Medien vor. Schmid geht auch von einer leichten Erhöhung der Euro-Preise in den umliegenden EU-Ländern aus, was der Schweiz insgesamt einen relativen Preisvorteil gegenüber der Saison 2002/03 "von 10 bis 15 Prozent" bescheren dürfte.

Wettbewerbsmässig verbessert sich demnach die Position der Schweiz – obschon sie weiterhin teurer als die Konkurrenzländer bleibt. Als Wiege des Wintersports bemüht sich das Land, in diesem Tourismus-Bereich sicher zu stellen, dass sein Wille zur Innovation weiterhin Bestand hat.

swissinfo, Dale Bechtel, Alexander Künzle

Fakten

Schweiz Tourismus, die nationale Marketing-Organisation der Schweiz, investiert 6,2 Mio. Franken ins Wintermarketing.
Diese Summe wird durch die mitmachenden Regionen nochmals stark erhöht.
29 Winterorte offerieren Skipisten in der schneesicheren Höhenlage von 2800 Metern.
Die zehn höchstgelegenen Winterorte liegen durchschnittlich 370 Meter höher als Konkurrenzorte in den Nachbarländern.
Die Winterorte liegen vergleichsweise nahe bei grösseren Städten.

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