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Schweizer Daviscup- Team vor schwieriger Aufgabe

Fünf Monate nach dem unglücklichen 2:3 gegen Australien in Zürich versucht das Schweizer Daviscup-Team an diesem Wochenende (21.-23.07.) in St. Gallen den Verbleib in der Weltgruppe sicherzustellen. Der "unbequeme" und starke Gegner heisst Weissrussland.

Dieser Inhalt wurde am 19. Juli 2000 - 16:55 publiziert

Für die Schweiz ist die Situation mit dem Messer am Hals nicht neu. Seit dem 1994 in Indonesien errungenen Wiederaufstieg musste der Klassenerhalt unter den 16 weltbesten Nationen schon dreimal (zwischen 1995 und 1997) in der "Barrage" geschafft werden, zweimal gelang dies mit Heimvorteil (gegen Marokko und Südkorea), einmal in Neuseeland.

Ohne Marc Rosset

In Abwesenheit des klaren Teamleaders, Indoor-Spezialisten und erprobten Daviscup-Kämpen Marc Rosset (Bilanz 36:18), dessen Zwist mit Captain Jakob Hlasek andauert und der deshalb nicht antritt, ruht die Hauptlast wie schon gegen Australien auf Roger Federer, der sich in Gstaad ebenfalls kritisch über den früheren Top-ten- Spieler Hlasek äusserte.

Der fast 19-jährige Baselbieter war zuletzt nicht in überragender Form: Nach dem Achtelfinal beim French Open und dem Viertelfinal in Halle (Rasen) hat der noch nicht 19-jährige Baselbieter die letzten vier Partien auf der Tour verloren.

Vor Wochenfrist unterlag er in Gstaad dem späteren Sieger Alex Corretja aber nur knapp und verriet klaren Aufwärtstrend. Im Februar zeigte er sich zudem der Belastung als Nummer 1 des Landes mental gewachsen, schlug Mark Philippoussis und gewann mit Lorenzo Manta das Doppel, ehe er gegen Lleyton Hewitt entkräftet war und verlor.

Federer startet gegen Wimbledon- Halbfinalisten

Wichtig wird das Spiel von Federer (ATP 39) am Freitag gegen Wladimir Woltschkow (ATP 69), der sich von den vier Singlespielern zuletzt am stärksten präsentierte.

Der 22-Jährige schrieb ein modernes Wimbledon-Märchen, schaffte als erster Spieler seit John McEnroe 1977 aus der Qualifikation heraus mit total acht Siegen (davon drei in fünf Sätzen) den Sprung in den Halbfinal, wo dann Pete Sampras Endstation bedeutete.

Woltschkow spielte dabei vorwiegend von der Grundlinie aus. "Mir ist es lieber, dass Roger zuerst gegen ihn spielt. Denn Max Mirnyi gibt dem Gegner überhaupt keinen Rhythmus", meinte Hlasek.

Der 23-Jährige Mirnyi (ATP 59) pflegt einen völlig anderen Stil als Woltschkow. Der in Florida lebende Mann aus Minsk sucht bei jeder möglichen und unmöglichen Gelegenheit den Weg ans Netz, wo er mit seinen Massen (195cm/90 kg) eine imposante Erscheinung und nur schwer zu passieren ist.

Aus Schweizer Sicht gilt es zu hoffen, dass sich der zweite Schweizer Einzelspieler George Bastl (ATP 78), der Michel Kratochvil (ATP 103) vorgezogen wird, steigern kann.

Seit Beginn der Sandsaison gewann der Waadtländer nur noch zwei von neun Partien. Im Februar erwies sich jedoch auch er der Daviscup-Nomination als würdig und stand als deutlicher Aussenseiter im finalen Match gegen Philippoussis sogar kurz vor der Sensation.

Offen präsentiert sich auch das Doppel. Lorenzo Manta, der mit Federer spielen wird, hat seine sechs letzten Daviscup-Doppel gewonnen, Mirnyi/Woltschkow zusammen zwölf von dreizehn Partien.

swissinfo und Agenturen

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