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Schweizer Fussball-Nati auf dem richtigen Weg

Die Schweiz ist zum grossen Abenteuer Fussball-WM 06 bereit.

(Keystone)

Mit einem 4:1 gegen China hat die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft am Samstag den letzten Test vor der Weltmeisterschaft in Deutschland erfolgreich bestanden.

Nach den Unentschieden gegen die Elfenbeinküste und Italien gibt der Sieg gegen China den Schweizern starkes Selbstvertrauen für die kommenden WM-Spiele.

Im ausverkauften Zürcher Hardturm besiegte die Schweizer Equipe China 4:1. Vor 16'000 Zuschauern wies Köbi Kuhns Auswahl nach einer mässigen ersten Hälfte nach, dass der Formstand wenige Tage vor dem Transfer an die WM in Deutschland stimmt.

Nach 40 Minuten schoss Alex Frei die Schweizer in Führung. Das zweite Tor erzielte Marco Streller kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit. Nur zwei Minuten später verwandelte Frei nach einem Foul an Ludovic Magnin einen Penalty. In der 73. Minute erhöhte nochmals Streller auf 4:0, ehe Dong Fangzhuo den Ehrentreffer für die Chinesen erzielte.

Alles läuft nach Programm

Mit einem Sieg zum Abschluss der dreiteiligen Testserie gegen die Elfenbeinküste (1:1), Italien (1:1) und China hatten die Schweizer kalkuliert. Dass sie ihrem Anspruch trotz einiger Anlaufschwierigkeiten abermals genügten, ist den Spielern von Kuhn hoch anzurechnen. Gewiss, die chinesische Startformation erreichte zusammen gerade einmal 114 Länderspiele und wehrte sich nur eine knappe Halbzeit lang spürbar.

Die Qualität der erneut umformierten Schweizer war, den eigenen Fehlern mit dem nötigen Mass an Geduld zu begegnen. Nur in der Startphase wirkten sie hektisch, wollten den frühen Vorteil vor allem mit Kraft, aber ohne klar ersichtliche Strategie erzwingen.

Nationalcoach Köbi Kuhn sprach hinterher von der Müdigkeit, "die es einem immer erschwert, ins Spiel zu finden". Der ungefährdete Erfolg gegen die "Korea-Kopie" wertete der Nationalcoach nach "zwei arbeitsintensiven Wochen" als weiteres Indiz dafür, "dass alles nach Programm läuft und wir in der Marschtabelle sind".

Frei: unverzichtbarer Wert

Topskorer Alex Frei ist auch nach langer Verletzungspause der bekannt unverzichtbare Wert im Nationalteam. Bei 25 Toren in 45 Länderspielen ist er nun angelangt.

Mehr Gewicht mass der Stürmer einer anderen Statistik bei. "Wir haben in drei Spielen zweimal remis gespielt und einmal gewonnen. Das ist eine korrekte Bilanz", fasste Frei die wichtigsten Fakten der WM-Vorbereitung zusammen.

"Natürlich ist es für einen Stürmer wichtig, Tore zu schiessen. Aber ich will das jetzt nicht überbewerten. Für mich stand nach der langen Pause im Vordergrund, mein Laufvermögen zu steigern, mich wieder an die Laufwege zu gewöhnen."

Spielfreude der Ersatzkräfte

Captain Johann Vogel blieb nach 45 Minuten in der Kabine und konnte zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass sich auch das erweiterte Kader durchaus auf ansprechendem Niveau bewegt.

Allen voran Margairaz, der für "Geometer" Vogel eintrat, war eine Bereicherung für das Schweizer Offensivspiel. Blerim Dzemaili, der jugendliche Meister vom FC Zürich, gefiel ebenso. "Die Spielfreude der frischen Kräfte hat mich überzeugt", lobte Kuhn seine Joker.

Form bewahren und Batterien aufladen

Im Vordergrund wird nun stehen, die Form zu konservieren und gleichzeitig die Batterien wieder aufzuladen, wie Vogel es formulierte. Am Montag und am Dienstag dürfen sich die Spieler im privaten Kreis von den Strapazen erholen, ehe Kuhn das Team in Feusisberg zur letzten Einheit auf Schweizer Boden bitten wird.

Am Donnerstag steht der Flug nach Frankfurt im Programm. Am 13. Juni folgt der erste WM-Tag der Wahrheit gegen den Gruppenfavoriten Frankreich, der am Mittwoch ebenfalls gegen die Chinesen testen wird.

swissinfo und Sven Schoch (si)

In Kürze

Die Schweiz verlor auf ihrem Weg zur WM-Qualifikation nur eines der insgesamt zwölf Spiele. Nach fünf Siegen und sechs Unentschieden verlor die Schweiz lediglich das letzte Spiel gegen die Türkei (4:2 im Auswärts-Play-off-Match).

Nach 56 Jahren ist Köbi Kuhn der erste Schweizer, der das Nationalteam an einer WM coacht. Seine Vorgänger waren der Österreicher Karl Rappan (1954 und 1962), der Italiener Alfredo Foni (1966) und der Engländer Roy Hodgson (1994). Der einzige Schweizer Coach an einer WM vor Köbi Kuhn war Franco Andreoli (1950).

Die Schweiz hat an der WM noch nie gegen Teams aus Afrika, Asien und Ozeanien gespielt, sondern 16-mal gegen europäische, 4-mal gegen südamerikanische und 2-mal gegen zentralamerikanische Mannschaften.

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Fakten

Die Gruppen-Spiele der Schweiz an der WM 2006 in Deutschland:

13. Juni: Schweiz-Frankreich in Stuttgart

19. Juni: Schweiz-Togo in Dortmund

23. Juni: Schweiz Südkorea in Hannover

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