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Schweizer Laser reist zum Mars

Die Lasers aus der Schweiz werden auf dem Mars mehrere Gase untersuchen. (Bild: EPFL Lausanne)

Erneut kommt bei einer Marsmission Schweizer Technologie zum Einsatz: Ein Neuenburger Unternehmen liefert der NASA Laser für die Mission zum roten Planeten im Jahr 2009.

Ein Hightech Labor auf Rädern wird zwei Jahre lang mehrere Experimente durchführen.

Der Laser wurde vom Neuenburger Unternehmen Alpes Lasers an der Universität Neuenburg entwickelt und soll bei der Untersuchung der Marsatmosphäre mitwirken.

Alpes Lasers hat einen entsprechenden Vertrag mit der amerikanischen Weltraumbehörde NASA abgeschlossen, wie der Schweizerische Nationalfonds (SNF) mitteilte. Der SNF unterstützte die Entwicklung des "Quantenkaskadenlasers".

Dieser wird bei der siebten NASA-Mission zum roten Planeten eingesetzt, die 2009 startet. Im Verlauf eines Marsjahres - das entspricht mehr als zwei Erdjahren - soll das mit Messgeräten und Sensoren ausgestattete Labor auf Rädern drei Viertel der Oberfläche des Planeten abfahren.

Zugleich gelte es, die chemische Zusammensetzung verschiedener Gase – insbesondere Methan - zu analysieren. Es soll ermittelt werden, ob die notwendigen Voraussetzungen zur Entstehung und zum Erhalt von Leben vorhanden sind.

Aufregendes Projekt

Der Auftrag für die Mars-Mission sei das bisher ambitiöseste und aufregendste Projekt der jungen Firma Alpes Lasers, sagte deren Direktor Antoine Müller gegenüber swissinfo.

"Unsere Kaskadenlaser werden im Spektrometer eingesetzt werden, das mittels Licht Aufschluss über die chemische Zusammensetzung eines Stoffs gibt."

Der Laser stösst die Moleküle der Atmosphäre an und lässt sie in unterschiedlichen Frequenzen schwingen. Entsprechend ihrer chemischen und elektrischen Natur reagieren die Teilchen unterschiedlich, wodurch ihre Eigenschaften präzise festgestellt werden können.

Hohe Prazision

Mit Hilfe des Lasers wollen die Wissenschafter eine Hypothese der NASA überprüfen, wonach das Methan auf dem Mars wie auf der Erde durch die biologische Aktivität von Bakterien erneuert wird, wie Antoine Müller ausführte.

Hohe Präzision, schnelle Arbeitsweise und geringer Stromverbrauch seien die Trümpfe des Geräts. Auf der Erde könnte es etwa eingesetzt werden, um die Wirksamkeit von Auto-Katalysatoren anhand der ausgestossenen Abgase zu prüfen.

Ausserdem ist es denkbar, dass Krankheiten bereits am Atem des Patienten erkannt werden können. Gemäss Müller lieferte Alpes Lasers der NASA Lasersysteme im Wert von rund 500'000 Franken.

swissinfo

Fakten

Alpes Lasers ist ein spin-off der Universität Neuenburg.

Sie stellt hauptsächlich Laser für die Umweltforschung her.

Aber die junge Firma erregt zusehends das Interesse der Industrie.

Der Schweizerische Nationalfonds unterstützt das Laser-Projekt.

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