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Schweizer Luftreinhalteziele noch immer in weiter Ferne

Die Luft in der Schweiz ist dank Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden besser geworden, aber noch (lange) nicht sauber genug. Dies hält die Landesregierung in ihrem neuesten Bericht über die Wirkung der Luftreinhalte-Massnahmen fest.

Dieser Inhalt wurde am 28. September 1999 - 14:58 publiziert

Die Luft in der Schweiz ist dank Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden besser geworden, aber noch nicht sauber genug. Dies hält die Landesregierung in ihrem neuesten Bericht über die Wirkung der Luftreinhalte- Massnahmen fest... und stellt deshalb weitere Schritte zur Schadstoff- Reduktion in Aussicht.

Laut dem Bericht zeigen die seit 1983 getroffenen Luftreinhalte- Massnahmen (u.a. strenge Emissionsvorschriften für Heizungen, Industriebetriebe und Motorfahrzeuge, Qualitätsvorschriften für Brenn- und Treibstoffe sowie Lenkungsabgaben auf schwefelhaltigem Heizöl 'Extraleicht' und auf flüchtigen organischen Verbindungen) Wirkung: Der Schadstoff- Austoss ist gegenüber dem Höchststand in den 80er Jahren zurückgegangen. Beim Schwefeldioxid beträgt der Rückgang rund 75 Prozent, bei den flüchtigen organischen Verbindungen rund 33 Prozent und bei den Stickoxiden rund 25 Prozent. Die Mehrzahl der geltenden Immissionsgrenzwerte zum Schutz von Gesundheit und Umwelt werden damit laut dem Rechenschaftsbericht der Regierung eingehalten.

Beim bodennahen Ozon, bei den Stickoxiden und beim lungengängigen Feinstaub werden die Grenzwerte aber auch heute noch teilweise massiv überschritten. Die Folgen davon sind Atemwegserkrankungen und jährlich rund 3'800 vorzeitige Todesfälle sowie Ernteeinbussen in der Landwirtschaft von 5 bis 15 Prozent. Die nicht von den Verursachern bezahlten Kosten der Luftverschmutzung belaufen sich nach Angaben der Regierung jährlich auf über vier Milliarden Franken.

Nach Darstellung der Regierung werden auch die im Grundsatz bereits beschlossenen weiteren Massnahmen (strengere Abgasvorschriften, das CO2-Gesetz, die konsequente Überwälzung der Gesundheits- und Umweltkosten auf die Verursacher der Luftverschmutzung, ökologische Steuerreform) nicht ausreichen, um die Minimalziele des schweizerischen Luftreinhaltekonzepts zu erreichen. Insbesondere für bodennahes Ozon, Stickoxide, für Ammoniak und lungengängigen Feinstaub seien noch zusätzliche Massnahmen nötig. Expertenberichte, die das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) in Auftrag gegeben hat, schlagen unter anderem eine weitere Verschärfung der Emissions- und Abgasgrenzwerte und eine griffig ausgestaltete Politik von Anreizinstrumenten und Lenkungsabgaben vor.

SRI und Agenturen

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