Schweizer Pilotprojekt in Pozarevac

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat am Sonntag im zentralserbischen Pozarevac ein Tagesheim für geistig behinderte Kinder eingeweiht.

Dieser Inhalt wurde am 07. September 2003 - 16:55 publiziert

Das Schweizer Pilotprojekt soll Belgrad als Modell für weitere derartige Stätten dienen.

Bisher kümmerte sich in Serbien-Montenegro keine offizielle Stelle um das Schicksal der schwer geistig behinderten Kinder. Mit dem von Calmy-Rey eingeweihten Heim soll sich dies ändern.

Das zweistöckige Haus aus dem 19. Jahrhundert wurde für 273'000 Franken in Stand gestellt. Seit Juni steht es 35 geistig behinderten Kindern offen. Dort erhalten sie die nötige Betreuung.

Das Haus hat unter anderem drei Schulräume, einer davon als Turnzimmer eingerichtet sowie einen Aufenthaltsraum und einen Spielplatz. Abends kehren die Kinder zu ihren Familien zurück.

Das Projekt zielt besonders auf geistig behinderte Kinder aus armen Verhältnissen. Diese haben in Serbien-Montenegro normalerweise keinen Zugang zu Therapien und bleiben zu Hause. Im Raum Pozarevac beispielsweise stehen lediglich leicht behinderten Kindern drei Grundschulen offen.

Das Heim sei ein Modell, wie die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft integriert werden können, sagte Calmy-Rey bei der Feier. Mit der aktiven Beteiligung der Gemeinde wurde ein weiteres Ziel der Schweizer Kooperation auf dem Balkan erreicht.

swissinfo und Agenturen

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