Schweizer Wirtschaft geschlossen gegen Energieabgaben

Die Schweizer Wirtschaft wehrt sich mit vereinten Kräften gegen die am 24. September zur Abstimmung gelangenden Energievorlagen. Betroffen wären namentlich die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Dieser Inhalt wurde am 15. August 2000 - 13:10 publiziert

Diese könnten angesichts der ohnehin immer knapperen Margen keine zusätzliche Belastung verkraften.

Zu den grossen Verlierern neuer Energiesteuern würde aber auch der Tourismus gehören, insbesondere die Berghotellerie, wie Walter Trösch, Vizepräsident des Schweizer Hotelier-Vereins, am Dienstag (15.08.) an einer Medienorientierung des Komitees "Wirtschaft gegen neue Steuern auf Energie" sagte.

Laut einer Umfrage des Hotelier-Vereins hätten zwei Drittel der Hotels mit einer deutlichen Mehrbelastung zu rechnen. Profitieren würde einzig die ausländische Konkurrenz.

Uhrenindustrie befürchtet Schwächung auf dem Weltmarkt

Die Uhrenindustrie rechnet mit einer Steigerung der Produktionskosten von bis zu 14 Prozent. Für eine klassische Export-Industrie sei dies nicht zu verkraften, begründete Francois Habersaat, Präsident des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie, das dreifache Nein.

Schweizer Uhren wären auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig, was namentlich in der Westschweiz Arbeitsplätze gefährden würde.

Für Vororts-Präsident Andres F. Leuenberger würde eine künstliche Erhöhung der Energiepreise zu neuen und schädlichen Umverteilungen zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen, Regionen und Wirtschaftszweigen führen und die Wirtschaft und die Haushalte zusätzlich belasten.

Die Wirtschaft habe einen beachtlichen Leistungsausweis vorzuweisen, der auch ohne fiskalische Massnahmen auf freiwilliger Basis erreicht worden sei.

Regierung und Parlament für Abgaben aber gegen Solar-Initiative

Die Schweizer Regierung und das Parlament empfehlen den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Förder- und Umweltabgabe zur Annahme und die Solar-Initiative zur Ablehnung. Förder- und Umweltabgabe ermöglichen nach Meinung der Regierung eine nachhaltige Energiepolitik. Die Solarinitiative wird von der Regierung abgelehnt, weil sie zu einseitig auf die Solarenergie setze.

swissinfo und Agenturen

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