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Schweizer Zaubersturm auf England

"No comment": Köbi Kuhn verrät auch den britischen BBC-Reportern nicht, wie er und seine Spieler heute die Engländer schlagen wollen.

(Keystone)

Die Schweizer Fussball-Nati will den Engländern die Stirn bieten. Heute Abend treffen die beiden Mannschaften aufeinander: Wicky gegen Beckham auf dem Rasen, Kuhn gegen Eriksson lautet das Duell auf der Trainer-Bank.

Die ersten Minuten werden entscheidend sein, sind sich Experten einig.

Die Engländer schmerzt immer noch ihre 1:2-Niederlage gegen Frankreich aus ihrem ersten Spiel an der Europa-Meisterschaft 2004. Wenn sie jetzt auch noch gegen die Schweizer verlieren, ist die EM für sie gelaufen.

"Wir müssen angreifen, sehr aggressiv sein und früh in Ballbesitz kommen", sagt Sven-Göran Eriksson, der Trainer der Engländer. "Es wird nicht einfach werden, die Schweizer zu besiegen, überhaupt nicht. Wir müssen gleich motiviert und konzentriert sein wie gegen die Franzosen – während 93 Minuten."

Die Schweizer, die nach ihrem 0:0-Unentschieden gegen Kroatien ebenfalls nichts zu verlieren haben, wollen sich nicht in die Defensive drängen lassen. Auch für den Schweizer Nati-Trainer Köbi Kuhn sind die ersten Minuten die entscheidenden. "Die Engländer können starken Druck machen. Aber wenn wir die ersten 15 Minuten ohne Gegentreffer überstehen, könnten sie nervös werden."

Aufstellungs-Poker

Wer in der Startformation stehen wird, will Kuhn erst 75 Minuten vor Spielbeginn preisgeben.

Klar scheint, dass Fabio Celestini die Position des gesperrten Johann Vogel einnehmen wird. Der Romand war in der erfolgreichen EM-Qualifikation stets Vogels Stellvertreter gewesen und erfüllte seine Aufgabe auch im Spiel gegen Kroatien zur vollen Zufriedenheit.

Ricardo Cabanas Rückkehr in die Mannschaft nach seinen beiden Spielsperren, die er sich mit dem dummen Platzverweis in der Qualifikation gegen Russland eingebrockt hatte, ist nicht zwingend. Benjamin Huggel erledigte dessen Part bisher zuverlässig.

Beckham: Als ob die Schweizer Meister wären

Christoph Spycher soll den englischen "Flankengott" und Captain David Beckham neutralisieren. Spycher freut sich auf die Herausforderung, verliert aber deswegen auch die andern Spieler nicht aus den Augen.

"England hat gute Angreifer, nicht nur Beckham", sagt der Spieler, der bereits 1996 an der EM beim 1:1 gegen England dabei war. "Sie müssen unbedingt gewinnen und werden sofort angreifen. Aber je länger wir das 0:0 halten können, umso besser sind unsere Tor-Chancen."

Die Engländer betonen, dass sie die Schweizer nicht unterschätzen. Sie würden so behandelt, als ob sie die amtierenden Europameister wären, sagte Beckham. "Wir wissen, dass jedes Spiel in unserer Gruppe ein hartes Spiel sein wir. Wenn wir nicht die Resultate holen, die wir brauchen, sind wir aus dem Rennen."

Vodoo-Beckham und Zauber-Kuhn

Die Stimmung im Vorfeld des entscheidenden Donnerstags-Spiels wurde noch angeheizt durch eine Inseratekampagne des Verbandes Schweizer Presse in verschiedenen Zeitungen und Magazinen.

Das Bild zeigte eine krude Beckham-Voodoo-Puppe mit Nägeln und Schrauben in den hölzernen Beinen. Text: "Seite ausreissen, an die Wand hängen, mit Nägeln, Nadeln und dem Bostich bearbeiten." Ziel: "Damit die Engländer gegen die Schweiz schwere Beine haben".

Im momentan fussballverrückten England wurde die Aktion gelassen aufgenommen: "Voodoo you think you are?", fragte BBC online unterkühlt zurück.

Die Titelseite des "Blick" zierte heute ein Bild von Trainer Kuhn mit Zauberstab und dahinter Zauber-Lehrling Harry Potter. "Seid schlau und furchtlos wie Harry Potter", macht das Massenblatt den Nati-Kickern Mut, "Wachst über euch hinaus – und zaubert Beckham & Co weg."

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Schweiz erzielte im ersten EM-Spiel gegen Kroation ein 0:0-Unentschieden.

England verlor bei seiner ersten EM-Partie 1:2 gegen Titelverteidiger Frankreich.

Verlieren die Engländer den Match gegen die Schweiz, sind sie aus dem EM-Rennen.

Anpfiff ist heute um 18 Uhr Schweizerzeit in Coimbra.

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