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Silber für Zülle

Alex Zülle zeigte eine starke Leistung an der Tour der Romandie - will aber auf den Giro d'Italia trotzdem verzichten.

(Keystone)

Alex Zülle holte sich nach einem Sturz und zwei Etappen-Siegen den zweiten Platz an der Tour de Romandie. Der Italiener Dario Frigo stand zuoberst auf dem Podest.

Nach dem Sieg in der Königsetappe vom Samstag gewann der Schweizer auch das abschliessende Zeitfahren in Lausanne und rückte noch auf den 2. Platz mit 47 Sekunden Rückstand auf Gesamtsieger Dario Frigo vor.

Der 27-jährige Italiener büsste im anspruchsvollen Zeitfahren über 18 Kilometer quer durch Lausanne mit einer happigen Schlusssteigung 24 Sekunden auf Zülle ein und wiederholte den Gesamtsieg aus dem Vorjahr.

Sturz kostete Zülle den Gesamtsieg

Zülle war am Mittwoch in Tavannes 7 Kilometer vor dem Ziel unverschuldet zu Fall gekommen und hatte dabei 1:13 Minuten eingebüsst.

Nach dem Triumph im Kampf gegen die Uhr mochte der bald 34-jährige Zülle aber nicht mit dem Schicksal hadern: "Natürlich war da etwas Pech dabei. Aber sonst hätte ich vielleicht am Samstag oder Sonntag nicht gewonnen. Einmal bist du oben, und einmal unten. So ist das eben im Rennsort. Ich habe das in meiner Karriere schon häufig erlebt. Natürlich war ich unmittelbar nach dem Sturz niedergeschlagen, aber nachher habe ich wieder nach vorne geschaut. Jedenfalls bin ich sehr, sehr zufrieden mit meinem Abschneiden", sagte Zülle nach seinem fünften Saisonsieg.

Happiges Zeitfahren

Es sei eines der schwersten Zeitfahren gewesen, das er je bestritten habe, sagte Zülle weiter. "Ich spürte ja schon am Vortag, dass ich gute Beine habe. Und der Sieg in der Königsetappe gab mir natürlich viel Moral. Zum Glück schaffte ich es, mich von den Strapazen vom Samstag ausreichend zu erholen."

Mit dem Triumph im Zeitfahren überholte Zülle im Gesamtklassement noch elf Fahrer und wurde wie schon 1998 Gesamtzweiter.

Bloss an Frigo kam er nicht mehr vorbei. "Frigo ist ein sehr starker Rennfahrer und sicher ein würdiger Sieger", sagte Zülle, der nach den beiden Siegen und dem 2. Platz am Donnerstag auch die Punktewertung für sich entschied.

Als zweitbester Schweizer beendete der Unterwalliser Alexandre Moos (30) die Tour de Romandie auf dem siebten Platz.

Samstag: Schnee, Regen Kälte

In der auf 85 Kilometer verkürzten Königsetappe vom Samstag hatte Zülle den Widerwärtigkeiten mit tiefen Temperaturen, Regen und Schnee im Finale am besten getrotzt. «Schönwetter-Fahrer» Zülle entwich der verbliebenen Konkurrenz auf der mit Schneematsch bedeckten Strasse rund 250 m vor dem Ziel in Leysin und verbuchte den ersten Schweizer Tagessieg in der Tour de Romandie seit zwei Jahren.

Auch er habe sich im Aufstieg in einer Krise befunden, sagte Zülle am Ziel. Auf einige Attacken habe er nicht reagieren können. Zülle fand das richtige Timing und wurde für das Pech vom Mittwoch ein erstes Mal entschädigt.

Keine Zülle am Giro

Auf die Teilnahme am Giro d'Italia, der kommenden Samstag beginnt, verzichtet Zülle trotz seiner zurzeit hervorragenden Verfassung. "Natürlich könnte ich mit meiner Form im Giro etwas ausrichten, aber ich habe mich entschieden, auf die Tour de Suisse zu setzen."

swissinfo und Daniel Good (SI)

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