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Spengler-Cup: Makellose Davoser und Kanadier

Gerangel am Spengler-Cup zwischen dem Davoser Spieler Whitehal und dem Mannheimer Spieler Corbet. Keystone

Nur Davos und das Team Canada haben auch den zweiten Tag der 75. Auflage des Spengler Cups ohne Verlustpunkt überstanden.

Dieser Inhalt wurde am 27. Dezember 2001 - 23:30 publiziert

Die Bündner Titelhalter fügten den Mannheimer Adlern beim 5:2 die zweite deutliche Niederlage in Serie bei. Die Kanadier liegen nach dem 4:2 gegen den finnischen Champion ebenso auf Finalkurs.

Nach 27 Minuten war die strafenreiche Partie (26 Minuten) zwischen dem Gastgeber und dem erneut erstaunlich schwachen DEL- Zweiten Mannheim frühzeitig entschieden. Nilsson, Rizzi, Paterlini und Jan von Arx sorgten mit ihren Treffern (drei davon im Powerplay) bei den 7680 Zuschauern vor dem HCD-Ruhetag vom Freitag für Davoser Jubelstürme und degradierten die harmlosen Deutschen zum Aufbaugegner.

Paterlini erleidet Stirnschädelbruch

Die Freude über den zweiten Sieg hielt sich bei den Einheimischen dennoch in Grenzen. Im Mittelabschnitt war Thierry Paterlini nach einem Check mit einem Stirnschädelbruch ausgeschieden. Schlimmstenfalls fällt der Stürmer bis Ende Saison aus und verpasst damit auch die Olympischen Spiele in Salt Lake City.

Ebenfalls verletzt ausscheiden musste Claudio Neff (leichte Hirnerschütterung). Paterlini zog sich die Verletzung auf Grund eines regulären Checks von Groleau zu.

Neff sowie der zuletzt ebenfalls wegen einer leichten Hirnerschütterung aussetzende René Müller sollten am Samstag im nächsten Spengler-Cup-Spiel des HC Davos gegen Turku wieder einsatzfähig sein.

Mannheim chancenlos

24 Stunden nach dem 0:5 gegen Team Canada blieb der DEL-Champion Mannheim auch gegen den zweiten Vorjahresfinalisten ohne Siegchance. Die Angriffswucht der Davoser konnte von den zu behäbigen Gästen nicht gestoppt werden.

Zu dynamisch, schnell und präzis war der Kombinationsfluss der Davoser, um vom Mannheimer Körperspiel abgefangen werden zu können. Der italienische Nationalkeeper Mike Rosati überliess seinen Platz nach dem dritten Gegentreffer an den deutschen Internationalen Robert Müller. Fast 93 Minuten oder solange wie kein anderer Teilnehmer dieses Jahres benötigte Mannheim letztlich für den ersten Treffer am diesjährigen Spengler Cup. Torschütze war Hlushko.

Schwaches Mannheimer Boxplay

Die "Deutschen" setzten gegen den Titelverteidiger aber ihre schwarze Serie im Penalty-Killing fort. Vier der fünf Gegentore gegen das Team Canada waren als Folgen des Unterzahl-Spiels entstanden, gegen Davos waren es die ersten vier der ebenfalls fünf Gegentreffer. Gegen Ende des Mitteldrittels handelten sich die Mannheimer dann noch einige weitere Strafen ein, die jedoch folgenlos blieben.

Die Davoser vermochten dagegen vorab bis zur Spielmitte zu zaubern. So drehte Miller schon einmal eine Pirouette oder liess Samuelsson den Mannheimer Roach beim Überspielen wie einen Dillettanten aussehen. Bei Davos zündete die Linie mit dem letztjährigen Spengler-Cup-Topskorer Morgan Samuelsson sowie Lonny Bohonos und Fredrik Nilsson ein richtiggehendes Start-Feuerwerk.

Dieses Trio war beim 3:2-Auftaktsieg gegen Sparta Prag noch ohne Skorer-Punkt geblieben. Gegen den DEL-Champion stiftete es aber viel Unruhe im gegnerischen Slot und zeichnete schliesslich für den 1:0-Führungstreffer im Powerplay durch Nilsson nach mustergültigem Zuspiel von Samuelsson verantwortlich.

Team Canada frühzeitig auf Finalkurs

Mike Gaul und Jean-Yves Roy, die beiden Fribourg-Professionals, hatten zuvor am Nachmittag das Spiel vor ebenfalls ausverkaufter Halle im Schlussdrittel innerhalb von vier Minuten zu Gunsten Kanadas entschieden. Die Treffer des Gottéron-Duos eröffnen den Nordamerikanern glänzende Perspektiven, wie im Vorjahr ins Endspiel einzuziehen. TPS Turku bot trotz der 4:2-Niederlage eine respektable Leistung.

Spektakulär verlief das intensive Duell vor 7680 Zuschauern vorab zu Beginn des letzten Drittels. Mike Maneluk hatte seiner Equipe nach nur 26 Sekunden die 2:1-Führung ermöglicht; diese hatte allerdings nur gerade 18 Sekunden und bis zu Kai Nurminens Ausgleich Bestand. Ausgerechnet jener Stürmer, der beim HCD vor zwei Jahren ziemlich "unfriendly" verabschiedet worden war, reihte sich bei der Spengler-Cup-Premiere Turkus unter die Torschützen.

Erneut ins Rampenlicht trat bei den Canada Selects Ryan Savoia. Der sonst beim B-Ligisten Biel engagierte Stürmer nutzte nach lediglich 154 Sekunden im Startabschnitt eine erste Unachtsamkeit der in der Anfangsphase nicht selten konfusen finnischen Abwehr, womit er am zweiten Turniertag bereits bei drei Toren angelangt ist.

swissinfo sowie Sven Schoch und Richard Stoffel (si)

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