Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Spitzensportler auf der Schulbank

Auch die schulischen Hürden in Angriff nehmen: Berufsbildung für Spitzensportler und Spitzensportlerinnen.

(Keystone)

Ab kommendem Sommer können Sport-Talente eine staatlich anerkannte Lehre zum Berufs-Sportler machen. Das Bundesamt für Berufs-Bildung und Technologie (BBT) hat das von Alt-Bundesrat Adolf Ogi propagierte Konzept genehmigt.

Im Sommer 2001 werden erstmals 40 bis 50 Jung-Talente die Lehre als "Berufssportler oder Berufssportlerin" in den Sparten Fussball, Eishockey und Ski beginnen.

In den beiden Mannschafts-Sportarten werden die Lehrlinge in Klubs mit hauptamtlichen Nachwuchs-Trainern betreut. Die Trainer müssen mindestens drei Jahre Berufserfahrung vorweisen. Im Ski-Sport wird der Lehrbetrieb direkt vom Verband beaufsichtigt.

Während eineinhalb Tagen pro Woche drücken die Lehrlinge wie ihre Schreinerkollegen oder Malerkolleginnen die Schulbank und erwerben sich allgemeine Berufskenntnisse (beispielsweise PR- und Marketing-Grundlagen) sowie Fremdsprachen (Englisch und für Deutschschweizer Französisch oder Italienisch).

Lehrinhalte wie im KV

Die Lehrinhalte lehnen sich stark an die kaufmännische Ausbildung an und beinhalten auch Information, Kommunikation und Administration. Die Ausbildung schliesst nach vier Jahren mit dem Fähigkeitszeugnis ab. Dies erlaubt einem Berufssportler nach der Karriere oder deren Abbruch, sich sofort ins "normale" Berufsleben zu integrieren und sich weiterzubilden.

Sogar die Mindestlöhne sind geregelt. Sie betragen im ersten Lehrjahr 600 Franken monatlich, im zweiten 800, im dritten 1'000 und im vierten 1'200 Franken.

"Die Anerkennung des Sportlers als ein Beruf wie jeder andere ist ein Meilenstein unserer Sportförderung. Nur professionelle Ausbildung bringt unseren Sport weiter", ist Hansruedi Hasler, Technischer Direktor des Fussballverbandes, überzeugt. Kommenden Sommer würden etwa 20 junge Burschen eine Fussballer-Lehre beginnen, berichtet er.

Die Richtlinien für die Sportler-Berufslehre wurden auf Initiative des ehemaligen Sport-Ministers Adolf Ogi von Fachleuten aus nationalen Sportverbänden, dem Bundesamt für Sport und dem Olympischen Verband erarbeitet. Dabei geht es nicht darum, die bereits bestehenden Möglichkeiten für Spitzensportler (zum Beispiel in Sport-Mittelschulen) zu konkurrieren, sondern diese sinnvoll zu ergänzen.

swissinfo und Agenturen

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

×