Sport: Weniger Toleranz gegenüber Hooligans

Die Gewalt im Umfeld von Sportveranstaltungen wird im Ausland stärker bekämpft als in der Schweiz. Zu diesem Schluss kommt eine Delegation der Kantonalen Polizeidirektorenkonferenz (KKJPD) nach einer Informationsreise.

Dieser Inhalt wurde am 21. August 2009 - 11:43 publiziert

Um sich ein Bild über die Situation und die Lösungsansätze im Ausland zu machen, ist die KKJPD-Delegation vom 6. bis 8. August nach London, Amsterdam, Brüssel, Antwerpen und Freiburg im Breisgau gereist.

In der Schweiz kommt nach Ansicht der KKJPD die Diskussion um geeignete Massnahmen gegen Gewalt im Umfeld von Fussball- und Eishockeyspielen nur schleppend voran. In dieser Beziehung scheint man im Ausland schon weiter zu sein.

So arbeiten die Behörden und der Sport in den besuchten Ländern enger und strukturierter zusammen. Gegenüber gewaltbereiten Personen werde zudem erheblich weniger Toleranz gezeigt als in der Schweiz.

"Gute Konzepte" aus den vier Ländern sollen nun in die Diskussion in der Schweiz einfliessen. Die Gewalt im Umfeld des Sports dürfe nicht mehr länger als gesellschaftliche Tatsache hingenommen werden, so die KKJPD-Delegation.

Nun soll mit allen beteiligten Partnern eine gemeinsame Policy entwickelt werden, in der die wichtigsten Grundsatzentscheide zu Alkohol und Ticketing, zur Beteiligung der Klubs an den Sicherheitskosten, zur Identifizierung und Sanktionierung von Gewalttätern und zur Stadionordnung festgehalten werden.

Damit sollen in Zukunft Familien und Kinder Spiele besuchen können, ohne mit Gewalt- oder Hasskultur konfrontiert zu werden.

swissinfo.ch und Agenturen

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