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Streit um GAV noch nicht vom Tisch

Die Fluggesellschaft swiss und die Gewerkschaft der Crossair-Piloten (CCP) haben für kommende Woche neue Gespräche vereinbart, um den Streit um einen neuen Gesamtarbeits-Vertrag (GAV) beizulegen. Dennoch ist die Streikdrohung noch nicht vom Tisch.

Die Fronten hatten sich am letzten Freitag verhärtet. Pieter Bouw, Verwaltungsratspräsident der swiss, hatte in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" durchblicken lassen, er nehme einen Streik in Kauf, sollte es zu keiner Einigung über einen neuen GAV kommen.

Die CCP reagierte prompt. In einem Schreiben liess sie ihre Mitglieder wissen, sie schliesse nicht aus, dass es wahrscheinlich zu einem Streik komme, bestätigte CCP-Präsident Thomas Häderli am Montag eine Meldung der "NZZ am Sonntag".

Trotz dieses verbalen Schlagabtausches wollen sich beide Parteien wieder an den Verhandlungstisch setzen. Erste Gespräche sollen kommende Woche stattfinden. Der genaue Termin stehe noch nicht fest, sagte Häderli weiter.

Beide Seiten haben nach dem erfolgreichen Start der swiss wenig Interesse an einem Streik. Viel deutet darauf hin, dass letztlich der Entscheid des Schiedsgerichtes den Ausschlag geben wird. Mit einem solchen Entscheid wird bis Mitte Juni gerechnet.

Das Schiedsgericht soll einen Vergleichsvorschlag vorlegen und entscheiden, ob die Airline den seinerzeit mit der CCP ausgehandelten GAV gebrochen hat. Fall der neue, mit der Aeropers ausgehandelte Vertrag rechtens zustande gekommen sei, will die Gewerkschaft diesen GAV ihren Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen.

swissinfo und Agenturen

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