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SVP gewinnt - Linke trotz grünem Erfolg geschwächt

(Keystone)

Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei geht gestärkt aus den nationalen Parlamentswahlen hervor. Im Nationalrat gewinnt sie voraussichtlich 7 Sitze.

Auf der linken Seite legen zwar die Grünen zu, sie können aber die massiven Verluste der Sozialdemokraten nicht ganz ausgleichen. Aus 3 Kantonen stehen die definitiven Resutate noch aus.

Die SVP hat nach erbittertem Wahlkampf bei hoher Stimmbeteiligung die Nationalratswahlen 2007 gewonnen. Die SP verlor an die Grünen. Die CVP schloss zur FDP auf. Sitzmässig sind die beiden Mitteparteien nun gleichauf.

Die SVP hat bei den Nationalratswahlen 2007 auf hohem Niveau
nochmals spürbar zugelegt. Sie erhöhte ihren Wähleranteil gemäss der SRG SSR Hochrechnung - erstellt von projections07.ch - um 2,1 auf 28,8%. Der Wähleranteil der SP sank deutlich um 4,2 auf 19,1%, den tiefsten Wert seit 1991.

Grüne im Aufwind

Im linken Lager zulegen konnten die Grünen. Sie verbesserten sich gegenüber den Wahlen von 2003 um 1,8 auf 9,5%. Die Grünliberalen, die sich von den Grünen abgespalten haben, vermochten auf Anhieb 1,9% zu erreichen.

Einen erneuten Rückschlag musste die FDP hinnehmen. Sie sank um 1,5 auf 15,9%. Sie liegt damit noch knapp vor der CVP, die ihren Wähleranteil leicht um 0,2 auf 14,6% steigern konnte. Sitzmässig liegen die Mitteparteien im Nationalrat gleichauf.

Damit gewinnt die SVP mindestens 7 Sitze und bleibt mit 62 Mandaten klar stärkste Partei im Nationalrat. Die SP verliert 9 Sitze und kommt noch auf 43 Mandate.

Die CVP wird neu mit 31 (28) Parlamentariern vertreten sein. Auf gleich viele kommt die FDP (36), die damit fünf Mandate einbüsst. Die Grünen erzielen 19 Sitze (+ 6).

Mindestens neun SP-Sitze weg

Besonders deftig fiel die Niederlage für die SP im Kanton Zürich aus: Drei Verluste. Die Zürcher Delegation schrumpft damit nach Hochrechnungen auf 7. Bern schickt noch 6 SP-Vertreterinnen und- Vertreter ins Bundeshaus, zwei weniger als 2003.

Im Wallis ging ein SP-Sitz an die CSP. Zudem verlor die Partei je einen Sitz in Solothurn und in Basel-Stadt. In Neuenburg schnappten ihr die Liberalen einen SP-Sitz weg.

Die FDP verlor definitiv je einen Sitz Schaffhausen, St. Gallen und Solothurn. Der einst stolze und einflussreiche Zürcher Freisinn landete gemäss Hochrechnung auf dem historischen Tiefpunkt von 13% Wähleranteil und fährt damit einen Sitz weniger ein. Ein Verlust im Waadtland blieb aus.

Mindestens sieben Sitzgewinne für die SVP

Die SVP legte im Kanton Bern um zwei Sitze zu. In St. Gallen, Obwalden, im Jura und in Schaffhausen gab es je einen Sitzgewinn. In Obwalden und im Jura schnappte die SVP ein CVP-Mandat weg. Der Sitzgewinn in Schaffhausen resultierte zu Lasten der FDP.

In der Waadt gab es auch einen Zugewinn. In Zürich eroberte die Partei gemäss nicht übereinstimmenden Hochrechnung eventuell den 2003 verlorenen 13. Sitz zurück.

Die Grünen gewannen im Kanton Bern einen Sitz hinzu. In Zürich stimmen die Hochrechungen nicht überein: Entweder gibt es einen Grünen Sitzgewinn oder einen der SVP. Die Auszählung verzögerte sich. In Zürich gewannen überdies die Grünliberalen auf Anhieb 3 Sitze.

Die Grünen eroberten zudem je ein Zusatzmandat in Basel-Stadt, Solothurn, Waadt und Genf.

CVP rappelt sich auf - SD verschwindet

Die CVP kam im Aargau auf Kosten der EVP zu einem Sitzgewinn. Hinzu kommt ein Zusatzsitz in Solothurn zulasten der FDP. In Zürich darf die Partei auf ein Zusatzmandat hoffen. Im Wallis fiel ein SP-Sitz an die CSP Oberwallis, welche auf Seiten der CVP politisiert. Ein weiterer Zugewinn stammt aus der Waadt.

Die Arbeiterpartei PdA verlor gemäss Hochrechnung zwei Sitze. Für die EVP resultierte ein Verlust im Aargau und für die EDU einer in Zürich (Hochrechnung). Die Schweizer Demokraten (SD) verschwinden aus dem Parlament. Bernhard Hess, ihr Präsident und letzter Nationalrat (BE) wurde abgewählt.

swissinfo und Agenturen

Abgewählte

Folgende bisherige Nationalräte wurden von den Stimmenden nicht im Amt bestätigt:

Sozialdemokraten: Boris Banga (SO), Jean-Noël Rey (VS), Valerie Garbani (NE), Vreni Hubman (ZH), Barbara Marty-Kälin (ZH)
Freisinnig-Demokratische Partei: Jürg Michel (GR), Rudolf Steiner (SO), Andreas Zeller (SG), Urs Schweizer (BS), Marc Suter (BE)
Schweizerische Volkspartei: Hans Ulrich Mathys (AG), Ulrich Siegrist (SVP), Jacques Pagan (GE)
Christlichdemokratische Partei: Franz Brun (LU)

Weitere Abgewählte: Urs Bernhardsgrütter (Grüne/SG), Heiner Studer (EVP/AG), Pierre Vanek (Alliance de Gauche/GE), Bernhard Hess (Schweizer Demokraten/BE)

Infobox Ende
(swissinfo.ch)


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