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Tausend Tonnen Fisch aus dem Genfersee

Das Schicksal dieser zwei Fische teilten viele weitere in diesem Rekordjahr. Keystone

1999 war für die Fischerei im Genfersee ein gutes Jahr: Über 1'000 Tonnen Fisch wurden aus dem See gezogen. Ab diesem Jahr dürfen die Berufsfischenden auch über die Grenze hinweg fischen - was für Unmut sorgt.

Dieser Inhalt wurde am 02. Januar 2001 - 12:19 publiziert

Die Statistiken sind deutlich, 1999 wurden 250 Tonnen mehr aus dem Genfersee gefischt, als durchschnittlich pro Jahr. Für den Felchen wurde 1999 die Rekordzahl von 359 Tonnen verzeichnet. Auch die Saiblinge übertrafen mit über 64Tonnen den Durchschnitt der letzten 15 Jahre.

Im Gegensatz zu den Amateurfischern konnten die schweizerischen und französischen Berufsfischer bisher nur innerhalb der jeweiligen Landesgrenze fischen. Seit Montag (01.01.) dürfen die professionell Fischenden im Genfersee grenzüberschreitend fischen. Allerdings nur in einer genau festgelegten, internationalen Zone und nur mit bestimmten Netzen, die nur für den Felchenfang geeignet sind. Ein neues Abkommen vom Juni 1999 hat dies ermöglicht.

Unmut bei den Schweizern

Bevorzugt würden mit der neuen Reglementierung die französischen Fischer, da sie fünf Mal mehr Felchen fangen als ihre Schweizer Kollegen, erklärt Joël Vuadens, Präsident der interkantonalen Gewerkschaft der Berufsfischer des Genfersees. Die Diskrepanz bei der Fangzahl hat einen triftigen Grund: Anders als in Frankreich besteht in der Schweiz kaum ein Absatzmarkt für die rund 800 Gramm schweren Felchen. Hierzulande werden ihnen in den Restaurants kleinere, "noblere" Fische bevorzugt.

Bodensee und Langensee

Das grenzüberschreitende Fischen kennen die Fischer auf dem Bodensee schon 1893. Seither gilt für alle Fischer ohne Brücksichtigung der Grenzziehung fischen. Ganz anders ist die Lage für den Langen- und den Luganersee: Tessiner und Italiener fischen strikt getrennt, und daran dürfte sich in nächster Zeit auch nichts ändern.

swissinfo und Agenturen

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