Tibeter-Organisationen fordern mehr Druck auf China

Am 41. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands gegen China haben am Samstag (11.03.) in Bern rund 750 Mitglieder und Sympathisierende der Schweizer Tibeter-Organisationen zu mehr politischem Druck auf China aufgerufen.

Dieser Inhalt wurde am 11. März 2000 - 16:55 publiziert

Am 41. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands gegen China haben am Samstag (11.03.) in Bern rund 750 Mitglieder und Sympathisierende der Schweizer Tibeter-Organisationen zu mehr politischem Druck auf China aufgerufen.

Vor der chinesischen Botschaft wurden Reden gehalten und ein Memorandum überreicht. Die an der Kundgebung beteiligten Organisationen verlangen, dass der Bundesrat von der chinesischen Regierung "offen und unmissverständlich" die Einhaltung der Menschenrechte fordere. Der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) sei an Fortschritte in Sachen Menschenrechte zu knüpfen.

In einer Botschaft zum Jahrestag zeichnete der Dalai Lama ein düsteres Bild der Lage in Tibet. Die patriotische Umerziehung sei mit jedem Jahr intensiviert worden. Letztes Jahr seien in diesem Zusammenhang sechs Menschen an den Folgen von Folter und Misshandlungen gestorben.

Die Diaspora der Tibeter geht auf die Jahre 1950/51 zurück, als die chinesische Armee in Tibet einmarschierte. Diese gewaltsame Unterwerfung führte - vor allem nach dem Volksaufstand 1959 - zur Flucht eines Grossteils der tibetischen Geistlichen, Intellektuellen und Künstler.

Mit über 2000 Mitgliedern ist die Schweizer Tibetergemeinde die grösste in der westlichen Welt - und nach Indien und Nepal die weltweit drittgrösste. In Vevey (VD) und Rikon (ZH) gibt es zwei grosse Zentren, in denen tibetische Kultur und Religion gelebt und weitervermittelt werden.

swissinfo und Agenturen

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