UNO im Aufwind - EU im Abwind

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Die Skepsis der Schweizer Bevölkerung gegenüber der EU hat weiter zugenommen. Seit der letzten Befragung der ETH-Forschungsstelle ging die Zahl der Annäherungsbereiten um sieben auf 59% zurück. Die Befürworter eines UNO-Beitritts nahmen dagegen um drei auf 60% zu.

Dieser Inhalt wurde am 30. August 2001 - 16:46 publiziert

Die grundsätzliche Zustimmung zu internationaler Zusammenarbeit ist in der Schweizer Bevölkerung weit verbreitet. Dies geht aus der am Donnerstag (30.08.) vorgestellten Studie "Sicherheit 2001" der Forschungsstelle für Sicherheitspolitik und Konfliktanalyse der ETH Zürich hervor. Die europapolitische Skepsis hat aber stark zugenommen.

Bereits letztes Jahr war auf Grund der EU-Sanktionen gegen Österreich ein Rückgang festgestellt worden. Bestätigt wird in der Studie die gewachsene Distanz zur EU auch bezüglich eines EU-Beitritts. Einen solchen befürworteten dieses Jahr lediglich 40%. Im Vorjahr waren es noch 8% mehr gewesen.

Die bisher höchste Zustimmung zu einem EU-Beitritt gab es mit 57% im August 1999. Der diesjährige tiefe Zustimmungswert müsse mit der bei der Erhebung im Februar geführten Diskussion über die Initiative "Ja zu Europa" gesehen werden.

Rückenwind für UNO-Befürworter

Nach dem letztjährigen Rückgang der UNO-Befürworter erhöhte sich der Anteil der Beitrittswilligen wieder auf 60%. Im August 1999 hatten nach einem seit 1994 andauernden Aufschwung 66% einen solchen unterstützt, letztes Jahr noch 57%.

Praktisch unverändert blieb mit 68% die Unterstützung für Schweizer UNO-Friedenstruppen. Traditionell hoch im Kurs stand mit 83% die Zustimmung zur Neutralität.

Optimistische allgemeine Stimmungslage

Die allgemeine Stimmungslage in der Schweiz sehen die Forscher wie schon 1999 und 2000 von Optimismus geprägt. Fast neun von zehn Schweizern fühlten sich sehr sicher oder eher sicher. Auch die Einschätzung der weltpolitischen Lage fiel zuversichtlich aus.

Unter den verschiedenen Sicherheitsaspekten rangierte die familiäre Geborgenheit zuoberst, gefolgt von der Sicherheit vor Verbrechen. Der militärischen Sicherheit wurde am wenigsten Priorität eingeräumt.

swissinfo und Agenturen

Optimistische allgemeine Stimmungslage

Die allgemeine Stimmungslage in der Schweiz sehen die Forscher wie schon 1999 und 2000 von Optimismus geprägt. Fast neun von zehn Schweizern fühlten sich sehr sicher oder eher sicher. Auch die Einschätzung der weltpolitischen Lage fiel zuversichtlich aus.

Unter den verschiedenen Sicherheitsaspekten rangierte die familiäre Geborgenheit zuoberst, gefolgt von der Sicherheit vor Verbrechen. Der militärischen Sicherheit wurde am wenigsten Priorität eingeräumt.

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