Navigation

UNO kritisiert liberale Drogenpolitik der Schweiz und anderer Länder

Die Vereinten Nationen (UNO) haben erneut Länder wie die Schweiz und Deutschland wegen der Einrichtung von Fixerräumen kritisiert. Damit werde möglicherweise gegen internationales Recht verstossen, heisst es in einem Bericht des UNO-Drogenkontrollrats.

Dieser Inhalt wurde am 23. Februar 2000 - 12:09 publiziert

Die Vereinten Nationen (UNO) haben erneut Länder wie die Schweiz und Deutschland wegen der Einrichtung von Fixerräumen kritisiert. Damit werde möglicherweise gegen internationales Recht verstossen, heisst es in einem Bericht des UNO-Drogenkontrollrats.

Seit Jahrzehnten würden weltweit Abkommen getroffen, um Orte des straffreien Drogenkonsums wie Opiumhöhlen auszurotten, schreibt der UNO-Drogenkontrollrat in einem in Wien veröffentlichten Bericht. Die legale Einrichtung von Fixerräumen könnte als Verletzung solchen Vereinbarungen gesehen werden. Das Gremium fordert, das Geld für die Fixerräume besser für Präventionsprogramme zu nutzen.

An erster Stelle der illegalen Drogen in Europa steht nach Angaben des Drogenkontrollrats weiterhin Cannabis (Haschisch). An zweiter Stelle stünden bereits Amphetamine und amphetamin-ähnliche Stimulantien, gefolgt von Heroin und Kokain, heisst es in dem Bericht weiter.

Im Steigen begriffen sei auch das in den Verbraucher-Ländern kultivierte Cannabis. Die Produktion floriere bereits so stark, dass Hanfsamen via Internet - offenbar hauptsächlich in den Niederlanden und Grossbritannien - angeboten und damit praktisch weltweit verfügbar seien.

Auch die Schweiz wird auch vom UNO-Gremium kritisiert. Dort würde ein grosser Teil der Flächen, die für den legalen Anbau von Hanf bestimmt sind, zweckentfremdet für die Cannabis-Produktion verwendet, betont der Drogenkontrollrat in seinem Bericht.

Der Rat kritisiert im weiteren auch die grössere Toleranz gegenüber dem Missbrauch von Cannabis, die in Europa zu einem Anstieg des Marktes geführt habe.

SRI und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.