Vermehrte Nutzung von Fortpflanzungsmedizin

In der Schweiz haben im vergangenen Jahr rund 6000 Paare von der Fortpflanzungsmedizin Gebrauch gemacht, das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der häufigste Grund für die Behandlung ist die Unfruchtbarkeit des Mannes.

Dieser Inhalt wurde am 17. Dezember 2009 - 14:15 publiziert

Wie aus der Statistik der medizinisch unterstützten Fortpflanzung 2008 hervorgeht, wurden 2002 insgesamt 3467 Frauen behandelt, 2008 waren es noch 5960.

Die Behandlung führt bei über einem Drittel der Frauen zu einer Schwangerschaft. Knapp drei Viertel dieser Schwangerschaften führten in den Jahren 2002 bis 2007 zu einer Geburt.

2006 und 2007 waren jeweils 17% der Geburten, bei denen Fortpflanzungsmedizin zur Anwendung kam, Mehrlingsgeburten. Das liegt erheblich über dem Durchschnitt: Von den insgesamt rund 75'000 Lebendgeburten pro Jahr in der Schweiz sind weniger als 2% Mehrlingsgeburten.

Bei der Hälfte aller Fälle von medizinisch unterstützter Fortpflanzung war die Unfruchtbarkeit des Mannes Grund für die Behandlung. Bei einem Viertel wurde als Grund Unfruchtbarkeit beider Partner angegeben, bei einem Sechstel jene der Frau, bei rund einem Zehntel konnte kein Grund für die Unfruchtbarkeit festgestellt werden.

Das Durchschnittsalter einer Frau, die 2008 eine Erstbehandlung startete, lag bei 35,9 Jahren, also 5 Jahre über dem Durchschnittsalter der Mütter bei der ersten Geburt. Der Partner war durchschnittlich 39,1 Jahre alt. Fast ein Viertel der Frauen, die eine Behandlung in Anspruch nahmen, haben ihren Wohnsitz im Ausland.

2008 wurden in der Schweiz gegen 50'000 Eizellen zur künstlichen Befruchtung entnommen. Davon konnten 85% in vitro (im Reagenzglas) befruchtet werden. Über die Hälfte entwickelten sich bis zum Zygotenstadium (imprägnierte Eizellen). Insgesamt wurden 16'272 Embryonen transferiert und 1414 Embryonen vernichtet.

swissinfo.ch und Agenturen

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