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Wachsende Ansprüche gegenüber Schweizer Vertretungen

Der Konsularische Schutz ist 2003 trotz dem Rückgang von Auslandreisen eine gefragte Dienstleistung des Aussenministeriums geblieben.

1051 Fälle von Schweizer Staatsangehörigen, die im Ausland in Schwierigkeiten geraten waren, beschäftigten letztes Jahr den Dienst.

Die Entführung von vier Schweizer Touristen in der Sahara, präventive Bemühungen zum Schutz in den vom Irak-Krieg bedrohten Ländern, der terroristische Anschlag in Riad sowie das Erdbeben in Iran.

Dies waren nach Angaben des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) die wichtigsten Ereignisse des letzten Jahres, wenn es um die Sicherheit von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland geht.

Die Statistik des EDA umfasse vor allem Fälle, die wegen ihrer Komplexität auch von der Zentrale bearbeitet werden mussten. Zahlreiche andere Fälle seien von den Vertretungen vor Ort direkt behandelt worden, heisst es in einem Communiqué weiter.

Neben der Betreuung von Schweizer Staatsangehörigen in ausländischen Gefängnissen, welche gut ein Drittel der Fälle ausmachen, musste die EDA-Abteilung aber auch bei Todesfällen, schweren Unfällen und ernsthaften Erkrankungen intervenieren.

Mehr Leistungen verlangt

Das EDA stellt aber auch eine wachsende Anspruchshaltung der Betroffenen gegenüber den Vertretungen und der Zentrale fest. Dabei würden den Zuständigkeiten und verfügbaren Ressourcen oft nicht Rechnung getragen, heisst es weiter.

Schlagzeilen machten die Sahara-Geiseln, die den konsularischen Dienst, den diplomatischen Apparat und sogar Aussenministerin Micheline Calmy-Rey während Monaten in Atem hielten. An den riesigen Aufwand des konsularischen Dienstes mussten die vier Wüstenfahrer finanziell aber nichts beitragen.

Die Reiseversicherer zahlen 65'500 Franken. Wie gross der Anteil des Bundes war, wurde nicht bekannt. Die vier Schweizer Touristen waren im August nach sechs Monaten Geiselhaft in Mali freigelassen worden.

swissinfo und Agenturen


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