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WEF will wegen Hacker-Angriff Justiz einschalten

Prominente Hacker-Opfer: Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki (l.) und Microsoft-Chef Bill Gates.

(Keystone)

Das World Economic Forum (WEF) will wegen des Hacker-Angriffs auf den WEF-Server die Justiz einschalten. Es handle sich um Diebstahl von geistigem Eigentum, teilte das WEF mit. Im EJPD wurde abgeklärt, ob die Bundesbehörden tätig werden müssten.

Den Hackerangriff auf den Computer-Server des WEF erachte er als ein schweres kriminelles Delikt, sagte der Kommunikationschef des WEF, Charles MacLean am Montag (05.02.). Das WEF habe eine interne Untersuchung gestartet, um die Verantwortlichen des Hackerangriffs aufzuspüren. Auch die Schweizer Behörden würden eingeschaltet.

Aufgrund der Presseberichte über den Vorfall wurde am Montag auch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) aktiv. Es sind Abklärungen im Gange, ob der Zugriff der Hacker auf den WEF-Server in die Zuständigkeit der Bundesamtes für Justiz, des Bundesamtes für Polizei oder der Bundesanwaltschaft fallen, wie EJPD-Sprecher Viktor Schlumpf auf Anfrage sagte. Falls bei dem Hackerangriff die Rechte von völkerrechtlich geschützten Personen verletzt worden sind, müsste die Bundesanwaltschaft aktiv werden.

Eine wichtige Rolle bei der Zuständigkeit der Behörden spiele auch der Standort des Computer-Servers des WEF zum Zeitpunkt des Hackerangriffs sowie der Ort, von wo aus der Angriff getätigt wurde, sagte die Genfer Staatsanwaltschaft am Montag. Das WEF, das seinen Standort in Genf hat, sei bislang nicht an die Genfer Behörden gelangt.

In Genf hat das WEF externe Spezialisten zur Überprüfung ihres Sicherheits-Massnahmen beauftragt, wie MacLean sagte. Auch sei ein E-Mail an alle ihre Mitglieder geschickt worden, in dem über den Vorfall informiert wurde. Reaktionen von WEF-Teilnehmern, die von dem Hackerangriff betroffen sind, seien bisher noch keine eingegangen.

Unbekannte Gegner des WEF hatten vertrauliche Daten von rund 1'400 WEF-Teilnehmern geknackt. Dabei kopierten die Hacker Kreditkarten- und Passnummern sowie Handy- und Telefonnummern von so prominenten Leuten wie Yassir Arafat, Bill Clinton oder Bill Gates. Zudem publizierten die Globalisierungsgegner Reisedaten von WEF-Teilnehmern auf einer Web-Page. Die gespeicherten Daten waren auf einer CD der "SonntagsZeitung" zugespielt worden.

swissinfo und Agenturen

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