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OECD: Schweiz nach wie vor attraktiv

Die Belastung von Arbeitseinkommen liegt in der Schweiz nach wie vor unter dem OECD-Durchschnitt. Bezüglich der Steuer- und Sozialabgabenlast gab es 2009 kaum Veränderungen.

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 19:29 publiziert

Dies geht aus Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die am Dienstag in Paris veröffentlicht wurden.

Beim Vergleich zu beachten sei jedoch, dass im Fall der Schweiz für den OECD-Vergleich die Lohnbeiträge an den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge sowie die obligatorischen Kranken- und Unfallversicherungsbeiträge nur mit Mindestbeträgen angegeben würden.

Oder sie seien überhaupt nicht mitgerechnet, da sie an privatrechtlich organisierte Träger wie Krankenkassen gehen. Die effektive Abgabenbelastung in der Schweiz wird somit in der Vergleichsstudie unterschätzt.

Dass die Schweiz steuerlich auch für einfache Lohnbezüger attraktiv bleibt, zeigt der so genannte Steuerkeil ("Tax Wedge"). Dieser entspricht der Differenz zwischen den Arbeitskosten der Arbeitgeber und dem Nettoeinkommen eines Einzelverdieners. Sie zeigt, wieviel Kaufkraft der Staat einem Arbeitnehmer durch Steuern und Abgaben entzieht.

Für einen alleinstehenden Arbeitnehmer ohne Kinder mit einem Durchschnittslohn lag der durchschnittliche Steuerkeil in den 30 OECD-Mitgliedstaaten 2009 bei 41,1%. In der Schweiz lag er bei 29,3%, in Deutschland bei 50,9%, in Frankreich bei 49,2%, in Österreich bei 47,9% und in Italien bei 46,5%.

Der Steuerkeil für ein verheiratetes Paar mit zwei Kindern und einem Verdiener mit Durchschnittslohn lag in der OECD im Mittel bei 26,0%. In der Schweiz waren es 17,2%, in Frankreich 41,7%, in Österreich 36,6%, in Italien% und in Deutschland 33,7%.

swissinfo.ch und Agenturen

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