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WM-Bronze für Stéphane Lambiel

Stéphane Lambiel (links), der Franzose Brian Joubert und der Japaner Daisuke Takahashi auf dem Podium.

(Keystone)

An den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio hat Stéphane Lambiel den dritten Platz belegt. Es gewann der Franzose Brian Joubert, Silber ging an den Japaner Daisuke Takahashi.

Nach einem verpatzten Kurzprogramm vermochte der Walliser mit einer begeisternden Kür immerhin noch drei Ränge gutzumachen.

Lambiel, Weltmeister der beiden vergangenen Jahre, präsentierte sich in seiner Flamenco-Kür gegenüber dem Kurzprogramm vom Mittwoch wie verwandelt. Gleich zu Beginn stand er im sechsten Anlauf in dieser Saison erstmals den Dreifach-Axel, bei welchem er am Vortag gestürzt war.

Mit der Kombination Vierfach-Toeloop/Doppel-Toeloop/Doppel-Toeloop gelang ihm in der Folge auch seine zweite Höchstschwierigkeit, worauf er richtiggehend aufblühte.

Ganz perfekt kam er allerdings nicht durch: Beim zweiten Vierfach-Toeloop musste er nach der Landung beide Hände zur Hilfe nehmen, um einen Sturz zu vermeiden. Und auch die Kombination Zweifach-Flip/Dreifach-Toeloop war nicht ganz sauber.

Diese kleinen Fehler machten der aussergewöhnlichen Vorstellung jedoch keine Abstriche. Deshalb streckte der Olympia-Zweite am Schluss zurecht beide Arme in die Höhe und strahlte über das ganze Gesicht.

Anspruchsvolles Flamenco-Programm

Es ist schlichtweg als phänomenal zu bezeichnen, wie er das energetisch höchst anspruchsvolle Programm umsetzte, umso mehr, als die Bewegungen des Flamencos den Anforderungen für einen guten Sprung widersprechen.

Künstlerisch erhielt Lambiel völlig verdient die höchste Punktzahl, die Differenz zu den Konkurrenten hätte sogar noch höher ausfallen müssen.

Mit 160,65 Zählern verpasste er seine an der WM vor einem Jahr in Calgary erzielte Kür-Bestleistungen lediglich um 0,25. Und auch mit dem Gesamttotal von 233,35 blieb er nur hauchdünn unter der persönlichen Bestmarke (233,99). Zur erfolgreichen Titelverteidigung fehlten Lambiel 7,50 Punkte.

Brian Joubert sicherte sich allerdings zurecht den WM-Titel. Der Europameister aus dem westlichen Nachbarland zeigte zwar nur die drittbeste Kür, nach seiner Gala-Vorstellung im Kurzprogramm war Jouberts Sieg allerdings nicht gefährdet. Der neue Weltmeister blickt auf eine sensationelle Saison zurück, in welcher er in sämtlichen sieben bestrittenen Wettkämpfen ungeschlagen blieb.

Japaner Takahashi bot beste Kür

Der nach dem Kurzprogramm drittplatzierte Japaner Daisuke Takahashi hielt den Nerven stand und verzückte das Publikum in der voll besetzten Metropolitan-Halle mit der besten Kür.

Er erhielt gar noch fast drei Punkte mehr als Lambiel. Der Kanadier Jeffrey Buttle dagegen, Zweiter nach dem ersten Wettkampfteil, musste sich mit dem 6. Schlussrang begnügen.

Der zweite Schweizer, Jamal Othman, verbesserte als 18. seine beste WM-Klassierung aus dem Jahr 2005 um drei Ränge.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die wichtigsten Resultate von Lambiel:
Bronze an den Weltmeisterschaften in Tokio (2007)
Gold an den Weltmeisterschaften in Calgary (2006) und Moskau (2005)
Silber an den Olympischen Spielen in Turin im Februar 2006
Silber an der Europameisterschaft in Lyon im Januar 2006
Sechs Schweizer-Meisterschaftstitel 2001-2006

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STEPHANE LAMBIEL

Geboren am 2. April 1985 in Martigny, Wallis. Trainiert wird er von Peter Grütter.

Die Choreografie seiner Programme stammen von Salomé Brunner. Majda Scharl ist seine Managerin und Konditionstrainerin.

Nach dem Überwinden des Engpasses Europa-Meisterschaften in Warschau Ende Januar kam es in Lambiels Entourage zu einigen Veränderungen.

So hat sich Lambiel von seiner Pressechefin Gabrielle Rey getrennt und die Dienste von Oliver Höner in Anspruch genommen. Höner ist Mitbesitzer der Art on Ice Production, die sich schon bisher um die Gala-Anlässe des Walliser Eiskunstläufers kümmerte.

Der zweifache Weltmeister und Olympia-Zweite hat die Italienerin Giulia Mancini mit der Sponsorensuche beauftragt.

In dieser Saison hat Lambiel nur an zwei Wettbewerben teilgenommen (Skate Canada und Schweizer Meisterschaften). Ausserdem machte er bei den Galas von Art on Ice mit.

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