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Auf dem Set von "Schellen-Ursli"

Das Abenteuer des kleinen Ursli, mit seiner Haarlocke und der Zipfelmütze, brachte Millionen von Kindern zum Träumen. 70 Jahre nach der Publikation des Märchens von Selina Chönz und Alois Carigiet bringt der Schweizer Regisseur Xavier Koller diesen Klassiker auf die grosse Leinwand. Koller wurde 1990 für "Reise der Hoffnung" mit einem Oscar ausgezeichnet.

Dieser Inhalt wurde am 10. Oktober 2015 - 11:00 publiziert
Thomas Kern und Stefania Summermatter, swissinfo.ch

Die Geschichte spielt im Unterengadin, wo jedes Jahr am 1. März die Kinder mit Kuhglocken durch die Strassen der Dörfer ziehen, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüssen. Auch der kleine Ursli möchte gerne am Umzug Chalandamarz teilnehmen, doch mit seinem winzigen Glöckchen müsste er ganz hinten mitlaufen. Er schleicht sich heimlich aus dem Elternhaus und macht sich mitten im Winter auf den Weg zur tief verschneiten Alphütte, auf der Suche nach der grössten Kuhglocke. Aber das ist erst der Anfang seines Abenteuers.

Das Kinderbuch "Schellen-Ursli", erstmals 1945 auf Rätoromanisch veröffentlicht, wurde in neun Sprachen übersetzt und über eine Million Mal verkauft. Der Film von Xavier Koller kostete 5,5 Millionen Franken und löste Begeisterung in der ganzen Region aus, die den internationalen Ruf dieser Geschichte zur Förderung des Tourismus nutzen will.

Auf dem Filmset fand sich auch ein spezieller Gast ein: Kulturminister Alain Berset: "Es ist beeindruckend, zu sehen, wie viele Menschen auf so einem Set arbeiten, wie professionell und präzise sie vorgehen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Wenn man neben den Schauspielern steht, hat man den Eindruck, in die Geschichte einzutauchen, in diese Zeit zurück zu reisen", sagte er gegenüber swissinfo.ch.

Auch Ivo Kummer, Leiter der Sektion Film im Bundesamt für Kultur (BAK), zeigte sich berührt. "Ich erinnere mich, dass ich als Kind ein wenig Angst hatte. Carigiet zeichnete eine fantastische und gleichzeitig reale Welt. Und diese beiden Elemente waren für ein Kind schwierig zusammenzusetzen. Es war merkwürdig… Etwas war immer krumm an den Häusern, den Wänden, den Fenstern…"

swissinfo.ch beobachtete die Dreharbeiten für den Film "Schellen-Ursli", der am 14. Oktober 2015 in die Schweizer Kinos kommt.

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