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Zappelli definitiv gewählt

Freude bei Daniel Zappelli.

(Keystone)

Der neuen Genfer Generalstaatsanwalt heisst Daniel Zappelli. Er siegte in der Ausmarchung um die Nachfolge von Bernard Bertossa knapp vor dem Kandidaten der Linksallianz.

Eine Nachkontrolle der Wahl vom Sonntag war infolge des knappen Ausgangs von der Staatskanzlei angeordnet worden. Die erneute Auszählung der Stimmzettel erfolgte am Montag und ergab folgende Resultate:

Daniel Zappelli erreichte 38'890 Stimmen und lag damit nur 138 Stimmen vor seinem Konkurrenten der Linksallianz, dem 49-jährigen Jean-Bernard Schmid, der auf 38'752 Stimmen kam.

Bei den ersten beiden Auszählungen am Sonntagabend war für Zappelli vorerst ein Vorsprung von 142 Stimmen und anschliessend nur noch von 52 Stimmen ermittelt worden.

Die Wahlbeteiligung betrug 36,7 Prozent und war damit deutlich höher als vor zwölf Jahren, als der abtretende Generalstaatsanwalt Bernard Bertossa gewählt wurde. Damals gingen nur gerade 13 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne.

Justiz der Nähe

Der 38-jährige Zappelli konzentrierte seine Kampagne auf das Durchsetzen der Gesetze in der Stadt selbst. Er will dem Amt einen anderen Stempel aufdrücken als Bertossa, der mit seinem entschlossenen Vorgehen gegen Wirtschafts-Kriminalität internationalen Ruf erlangte. Doch gerade internationale Fälle liegen künftig in den Händen der Bundesorgane.

Er wolle Unsicherheit und steigende Gewaltbereitschaft in Genf bekämpfen und auch Wirtschafts-Verbrechen nicht aus den Augen verlieren, versprach Zappelli im Wahlkampf. Er sieht sich als Verfechter einer "Justiz der Nähe". Zu seinen Prioritäten zählt Zappelli zudem den Kampf gegen den Drogenhandel.

Zappelli übte bis 1996 den Anwaltsberuf aus, bevor er zum stellvertretenden Untersuchungsrichter gewählt wurde. Zuletzt amtete er als Richter am erstinstanzlichen Genfer Gericht.

Die Genferinnen und Genfer wählten ihren General-Staatsanwalt erst zum zweiten Mal. Die letzte Ausmarchung fand vor 12 Jahren statt, als Bernard Bertossa ins Amt gewählt wurde. Zur Volkswahl alle 6 Jahre kommt es nur, wenn sich mehrere Kandidaten den Posten streitig machen.

swissinfo und Agenturen

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